Die höchste Spielklasse im U17-Bereich ging erstmals unter dem Namen „Bundesliga“ in die Winterpause. Zeit, ein erstes Fazit des Regionalliga-Nachfolgers zu ziehen. Die Besetzung der Mannschaften hat sich in der West-Staffel durch die Neustrukturierung zwar nicht geändert, dafür sahen sich die Vereine mit ganz neuen Herausforderungen konfrontiert. „Die Rahmenbedingungen haben sich verändert. Die Betreuer müssen sich zum Beispiel auf einmal mit Spielberechtigungslisten auseinandersetzen

U 17-Bundesliga: Das Fazit der Hinrunde

Neuer Name, alte Verhältnisse

07. Januar 2008, 12:28 Uhr

Die höchste Spielklasse im U17-Bereich ging erstmals unter dem Namen „Bundesliga“ in die Winterpause. Zeit, ein erstes Fazit des Regionalliga-Nachfolgers zu ziehen. Die Besetzung der Mannschaften hat sich in der West-Staffel durch die Neustrukturierung zwar nicht geändert, dafür sahen sich die Vereine mit ganz neuen Herausforderungen konfrontiert. „Die Rahmenbedingungen haben sich verändert. Die Betreuer müssen sich zum Beispiel auf einmal mit Spielberechtigungslisten auseinandersetzen", berichtet Essens Nachwuchskoordinator Andreas Winkler.

[box_rsprint]Unter dem Dach des DFB sind die Anforderungen gewachsen, aber auch die Vorteile – meint jedenfalls Bodo Menze, Leiter des Schalker Nachwuchsleistungszentrums: "Die Harmonisierung der Termine ist ein Riesen-Vorteil, das bringt viele Verbesserungen mit sich. Zudem tragen die Lizenzierungs- und Zertifizierungsverfahren zu einer Straffung bei." Hohe Hürden, die die kleineren Vereine auch mit Hilfe der vom DFB initiierten Workshops meistern sollen.

Rein sportlich hat sich in der Klasse freilich wenig geändert. Borussia Dortmund, das zuletzt zwei Mal in Folge erst im Finale um die Deutsche U17-Meisterschaft ausgebremst wurde, dominiert den Westen nach Belieben. Mit satten acht Punkten Vorsprung auf den Zweiten überwintern die BVB-Bubis auf dem Platz an der Sonne. „Durch unseren guten Start wurde die Saison zum Selbstläufer. Dass es so überragend klappt, ist aber auch ein bisschen Glückssache“, betont Trainer Peter Wazinski angesichts von zwölf Siegen aus 13 Partien.

Die Bescheidenheit ehrt ihn. Allerdings ist das Leistungsgefälle kein Ruhmesblatt fürs Oberhaus. Das kommt vor allem im unteren Bereich zum Tragen, wo Preußen Münster und der Bonner SC im Schnitt lediglich 0,5 Punkte pro Spiel einfahren. Es ist freilich der einzige Miss-Stand in einer Liga, der nicht nur der Name einigen Glanz verleiht.

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