Nach wie vor herrscht in Erkenschwick Ungewissheit. Ungewissheit über die finanzielle Zukunft des Clubs.

Erkenschwick: Westerhoff will letzte Chance nutzen

Thamm leidet mit Wölpper

tr
14. Dezember 2007, 08:57 Uhr

Nach wie vor herrscht in Erkenschwick Ungewissheit. Ungewissheit über die finanzielle Zukunft des Clubs. "Wir bekommen unsere Informationen auch nur aus der Presse", ärgert sich Alexander Thamm über die spärlichen Informationen am "Stimberg". Denn der Allrounder hat in Punkto Kommunikation der Vereinsverantwortlichen immer noch keinen Fortschritt gesehen. "Wir wissen gar nicht mehr, wer unser Ansprechpartner ist oder wer welches Amt in welchem Gremium bekleidet. Das ist traurig."

Dem kann Sebastian Westerhoff nur zustimmen. Der Stürmer erzählt: "Wir bekommen gar nichts gesagt. Die gesamte Saison über geht es schon so, dass überhaupt keine Konstanz da ist und nichts Koordiniertes zu erkennen ist. Wir als Mannschaft haben so etwas nicht verdient." Und das Team will nach wie vor der Spielvereinigung treu bleiben, auch wenn bereits zahlreiche Anfragen bei den Kickern auf dem Tisch liegen.

"Ich habe Angebote", nickt Westerhoff, der aber genauso wie Thamm noch abwarten will. "Solange ich einen Vertrag habe, halte ich ihn auch ein, aber natürlich haben wir alle unser Augen offen", skizziert Thamm.

Während die Aktiven einer mehr als fragwürdigen Zukunft gegenüberstehen, zeigt der ehemalige Bochumer Thamm auch echte Gefühle für seinen Trainer Manfred Wölpper. "Für den Coach ist die Situation am schwierigsten. Als angestellter des Vereins kann er uns nicht wirklich helfen, darf aber auch nichts sagen." Dabei verstehen sich gerade Thamm und Wölpper noch aus ihrer gemeinsamen Zeit beim VfL blind. "Unserer Zusammenspiel passt sehr gut, wir können uns aufeinander verlassen. Für ihn tut es mir sehr leid."

Doch Wölpper machte in der vergangenen RS-Ausgabe auch deutlich, dass seit dem zweiten Spielerstreik nichts mehr gewonnen wurde. Ein Angriff gegen das Team? Thamm: "Nein, das denke ich nicht. Das hat damit nichts zu tun, dennoch stehen wir gegen Lotte in der Pflicht." Westerhoff sieht das ähnlich, getseht aber auch ein, dass die Unruhe natürlich auch Einfluss auf die Leistung nimmt. Nach dem Match gegen Herne hat es bei dem ein oder anderen Klick gemacht und das Selbstvertrauen war weg. Doch das werden wir uns gegen die Sportfreunde zurück holen."

Im Nachholspiel am Sonntag wollen sich die "Schwicker" nämlich eindrucksvoll verabschieden, denn es könnte für den ein oder anderen ja der letzte Auftritt im Spvgg.-Dress sein. "Es ist das letzte Match in diesem Jahr", umschifft Thamm das Hinderniss. "Lotte braucht nicht zu hoffen, dass wir es wegen der herrschenden Ungewissheit locker angehen werden. Denn der letzte Eindruck bleibt. Und auch Westerhoff ballt die Faust: "Lotte ist für jeden von uns ungemein wichtig, denn es ist die letzte Chance sich zu zeigen. Außerdem wollen wir Lotte die Punkte klauen, denn wenn wir hier bleiben, wollen wir die Chance auf die Regionalliga wahren."

Autor: tr

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