Hannover 96 peilt heute Abend einen neuen Vereinsrekord an: Mit einem Sieg beim Tabellenletzten Energie Cottbus (20.30 Uhr/live bei Premiere) könnten zum Abschluss der Hinrunde 30 Punkte auf dem Konto der Niedersachsen stehen. Eine solche Bilanz hatte Hannover noch nie zur Halbzeit einer Bundesligasaison. Und die Mannschaft von Trainer Dieter Hecking klopft mit Nachdruck an die Tür zum internationalen Geschäft.

Hannover will in Cottbus Vereinsrekord knacken

"30 Punkte wären eine gute Ausgangsposition"

tsid
14. Dezember 2007, 08:19 Uhr

Hannover 96 peilt heute Abend einen neuen Vereinsrekord an: Mit einem Sieg beim Tabellenletzten Energie Cottbus (20.30 Uhr/live bei Premiere) könnten zum Abschluss der Hinrunde 30 Punkte auf dem Konto der Niedersachsen stehen. Eine solche Bilanz hatte Hannover noch nie zur Halbzeit einer Bundesligasaison. Und die Mannschaft von Trainer Dieter Hecking klopft mit Nachdruck an die Tür zum internationalen Geschäft.

"Wir wollen uns nicht auf unseren Lorbeeren ausruhen und möchten als Fünfter überwintern. Dann macht es im Urlaub noch mehr Spaß, auf die Tabelle zu schauen", sagte Hecking und unterstrich die hohen Ambitionen seines Klubs: "30 Punkte wären eine gute Ausgangsposition für den schweren Rückrundenstart. Und vielleicht können wir dann noch weiter nach vorn stoßen."

Die Plätze "fünf bis zehn" hat 96-Boss Martin Kind als Saisonziel ausgegeben. In Zukunft wolle man sich dann im oberen Drittel der Tabelle etablieren. Mittelmaß soll in Hannover der Vergangenheit angehören, eine glorreiche Zukunft möglichst schon in der Gegenwart beginnen. Dafür wird investiert. Vor der Saison wurden für insgesamt sieben Millionen Euro Nationalstürmer Mike Hanke und Christian Schulz geholt, im Winter folgt in Valerien Ismael von Bayern München ein weiterer Hochkaräter.
Kind will zudem die 50+1-Regel der Deutschen Fußball Liga (DFL) kippen und den Weg für finanzkräftige Investoren frei machen. Es bewegt sich etwas an der Leine. Dabei darf das Tagesgeschäft aber nicht in den Hintergrund rücken. "Wir wollen nach dem 4:3 gegen Werder Bremen nun in Cottbus noch einen drauf setzen", sagte Hecking, der vor der Partei in der Lausitz um die angeschlagenen Frank Fahrenhorst (Mittelhandbruch) und Altin Lala (Muskelfaserriss) bangt. Nicht dabei sein wird der gelbgesperrte Defensivspieler Hanno Balitsch.

Bei Energie scheint es nach einer total verkorksten Halbserie hingegen fast nur noch um Schadensbegrenzung zu gehen. Aus den vergangenen beiden Partien gegen den Karlsruher SC (2:0) und beim Hamburger SV (0:0) holte man zwar vier Zähler, von einer breiten Brust ist man aber ebenso weit entfernt wie vom gesicherten Tabellenmittelfeld.
"Zunächst wollen wir gegen Hannover nicht verlieren", meinte Energie-Coach Bojan Prasnikar und gab sich entsprechend vorsichtig: "Wenn sich aber die Möglichkeit bietet, dann behalten wir die drei Punkte hier. Das wäre im Hinblick auf die Wochen bis zum Start der Rückrunde sehr gut."
Mit einem Sieg verließe Cottbus erstmals seit dem zweiten Spieltag wieder die Abstiegsränge - zumindest bis die Konkurrenz am Samstag nachziehen kann. "Entscheidend ist nicht, dass wir zum Ende der Halbserie auf einem Nichtabstiegsplatz stehen. Sondern dass dies im Mai bei der Endabrechnung der Fall ist", erklärte Prasnikar.

Autor: tsid

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