Schnell den Koffer packen, dann geht es schon weiter. Wohin, das hat Ralf Fährmann noch gut im Griff.

Schalke II: Erst Valencia, dann Bochum, nun Turin

Fährmann auf Europa-Reise

hb
04. Dezember 2007, 10:21 Uhr

Schnell den Koffer packen, dann geht es schon weiter. Wohin, das hat Ralf Fährmann noch gut im Griff. "Zum Bahnhof, dann treffen wir uns in Frankfurt und am Montag fliegen wir nach Turin", erklärt der Schalker den Ablauf. Bevor Italien das nächste Ziel seiner Reise durch Europa ist, war der Keeper der S04-Reserve schon durch zwei ziemlich verschiedene Fußballwelten gewandert.

Am vergangenen Mittwoch gehörte er zum erweiterten Kader der Schalker Profis beim Champions League-Match in Valencia. Kaum zurück, begann für ihn allerdings die Vorbereitung auf das Revierderby gegen Bochum II. Dies allerdings nicht in der Bundesliga, sondern "nur" drei Klassen tiefer. "Valencia war für mich ein sehr schönes Erlebnis, auch wen ich nur auf der Tribüne saß. Das Abschlusstraining im Mestalla-Stadion und die ganze Atmosphäre drumherum, das ist schon beeindruckend und für einen jungen Spieler wie mich das absolute Ziel", möchte sich Fährmann irgendwann einmal nicht als besserer Tourist auf Europas Sportplätzen tummeln.

Dass er bei den Königsblauen noch keine bedeutender Rolle einnehmen darf, damit hat der Deutsche A-Junioren-Meister von 2006 (noch) keine Probleme. Hinter Manuel Neuer und Mathias Schober, beide mit langfristigen Verträgen (2012 bzw. 2011) ausgestattet, ist Fährmann die Nummer drei. Ob sich das in der nächsten Zeit ändern wird, liegt nicht nur an ihm. "Ich werde weiterhin alles geben, um mich dem Cheftrainer zu präsentieren, schließlich bin ich noch jung und darf nicht ungeduldig werden", weiß "Ralle".

Und obwohl er sich als gebürtiger Chemnitzer schon längst mit dem Kultclub aus dem Revier identifiziere, muss die sportliche Perspektive stimmen. Bis 2009 ist der 20-Jährige an die Gelsenkirchener gebunden. In den nächsten eineinhalb Jahren hat er die Gelegenheit, sich im S04-Lizenzkader um mindestens eine Position nach vorne zu schieben oder aber bei einem anderen Interessenten das Glück zu suchen. "Ich habe keine Probleme, sonntags in der Oberliga zu spielen und gerne gegen den VfL II gespielt", hebt Fährmann an. "Aber falls jemand auf mich aufmerksam werden und ich ein Angebot zum Beispiel aus der Zweiten Liga erhalten sollte, wäre ich ja blöd, wenn ich das nicht annehmen würde."

Gelegenheiten, sich ins Schaufenster des Fußballs zu stellen, hat er genug, schon am kommenden Mittwoch (15 Uhr, Cuneo) wieder. Dann tritt die deutsche U20-Nationalmannschaft zu einem Freundschaftskick bei Italiens Nachwuchs an.

Autor: hb

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Rubriken

Kommentieren