Marco Christ guckte unter seiner Wollmütze sehr betrübt drein, schließlich hatten er und seine Düsseldorfer Kollegen gerade den Platz an der Sonne abgegeben. Nico Patschinski hatte mit seinem Treffer kurz vor dem Ende die Laune der Landeshauptstädter ordentlich verdorben. Dennoch stellte sich der Fortuna-Mittelfeldmotor nach dem 0:1 gegen Union Berlin den Fragen von RS.

Fortuna: Christ sah keinen spielerischen Rückschritt

"Uns fehlt wirklich das Glück"

kru
01. Dezember 2007, 20:39 Uhr

Marco Christ guckte unter seiner Wollmütze sehr betrübt drein, schließlich hatten er und seine Düsseldorfer Kollegen gerade den Platz an der Sonne abgegeben. Nico Patschinski hatte mit seinem Treffer kurz vor dem Ende die Laune der Landeshauptstädter ordentlich verdorben. Dennoch stellte sich der Fortuna-Mittelfeldmotor nach dem 0:1 gegen Union Berlin den Fragen von RS.

Marco Christ, Sie mussten in der 40. Minute verletzungsbedingt ausgewechselt werden. Was war los?

Ich habe einen Schlag auf den Oberschenkel bekommen, bin dadurch umgeknickt. Ich kann gar nicht genau sagen, was es ist. Hoffentlich hat nur die Kapsel einen Treffer weg, dann wäre es ja nicht so schlimm. Ich gehe am Montag zum Arzt, dann sehen wir weiter und können auch planen, ob es bis zum Essen-Spiel reicht.

Wie haben Sie den Rest der Partie von außen erlebt?

Wir haben alles dafür getan ein Tor zu machen, das konnte man auch nach dem Match auf der Videoleinwand in der LTU-arena sehen. Uns fehlt wirklich das Glück.

Nur das Glück?

Ich nenne ein Beispiel: Wenn der Schuss von Axel Lawarée vom Gäste-Keeper mit einem anderen Drall abprallt, erwischt ihn Sebastian Heidinger und haut ihn rein. Oder auch der Versuch von Christian Erwig, den er nicht ganz optimal trifft. Im Gegenzug bekommen wir dann das 0:1, das ist wirklich bitter.

War es richtig, so vehement auf Sieg zu spielen?

Es wäre fatal gewesen, wenn wir nicht alles versucht hätten, um den Dreier einzufahren, schließlich haben wir auch gegen zehn Mann agiert. Für die Moral wäre ein Punkt mit Sicherheit hilfreich gewesen.

War es spielerisch ein Rückschritt gegenüber der Begegnung gegen Erfurt?
Nein. Jeder weiß, wie schwierig es ist, gegen zehn Mann zu agieren. Die Berliner standen ganz kompakt, haben es clever gemacht. Aber wir haben trotzdem immer versucht, eine spielerische Lösung zu finden.

Jetzt geht es zu RWE.

In Essen erwartet uns wieder ein Top-Spiel, wir müssen dort hinfahren und möglichst gewinnen. Alleine schon, um ein gutes Gefühl vor Weihnachten zu haben. Wenn du ganz oben stehst, guckst du über den Winter natürlich lieber auf die Tabelle als wenn du jetzt noch abrutschst.

Autor: kru

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