Die Zweitvertretung des MSV Duisburg liebt offenbar die Extreme: Erst legte die Zebra-Truppe eine Phase mit acht Spielen ohne Sieg hin, jetzt bewegt man sich seit Wochen auf der sonnigeren Seite und ist fünf Mal ungeschlagen.

MSV Duisburg II: Fünf Mal ungeschlagen, aber:

"Du kommst nicht nach vorne"

Thomas Tartemann
20. November 2007, 16:12 Uhr

Die Zweitvertretung des MSV Duisburg liebt offenbar die Extreme: Erst legte die Zebra-Truppe eine Phase mit acht Spielen ohne Sieg hin, jetzt bewegt man sich seit Wochen auf der sonnigeren Seite und ist fünf Mal ungeschlagen. "Trotzdem kommen wir nicht nach vorne, bewegen uns immer im gleichen Tabellen-Bereich", stellt Trainer Horst Steffen fest. RevierSport unterhielt sich mit dem Fußball-Lehrer.

Horst Steffen, was war denn beim 4:4 gegen den KFC Uerdingen los?

Das war ein Spiel mit hoher Unterhaltungs-Kunst. Wir lagen 1:4 zurück, haben dann durch Markus Neumayr den 2:4-Anschluss geschafft. Anschließend ist er wegen Nachtretens vom Platz geflogen, aber wir konnten durch zwei Treffer von Sascha Mölders ausgleichen. Unter dem Strich ist so eine Reaktion natürlich positiv. Wir haben in allen Mannschafts-Teilen Gas gegeben, richtig gut gekämpft.

Was Tor-Festivals angeht, kennt sich Ihr Team aus. Wir erinnern nur Mal an das 5:5 in Straelen..
Stimmt. Dazu gab es noch ein 3:3 gegen Borussia Mönchengladbach. Wir haben alle hohen Unentschieden durch, nur ein 0:0 war noch nicht dabei. Insgesamt sind bisher sechs Remis zustande gekommen, das ist zu viel. Du kommst nicht richtig weg.

Das Thema Gegentore war schon in der letzten Spielzeit akut, doch zur Rückrunde trat Besserung ein. Woran liegen die vielen Einschläge?
31 Gegentreffer sind eindeutig zu happig, eine 20er-Marke wäre akzeptabel. Wir nehmen jedes Spiel auf, können so genau in die Analyse gehen. Bisher haben wir fünf Weitschuss-Tore kassiert, das ist relativ viel. Zwei Einschüsse nach Kontern sind verhältnismäßig wenig. Es waren mehrere Treffer nach Freistößen dabei, aber nur ein Ding nach einer Ecke. Das spricht für Strafraum-Präsenz und gutes Kopfballspiel. Ich werde mir die Szenen noch Mal genau anschauen, wenn eine Tendenz erkennbar ist, kann man wunderbar daran arbeiten und die Dinge abstellen.

Autor: Thomas Tartemann

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