Eigentlich hätten die Tor-Chancen für mehr als drei Punkte gereicht. Am Ende sprang für den VfB Frohnhausen im

Kreisliga A Essen: VfB Frohnhausen - Tgd Essen West II 0:2 (0:1) (Ortstermin)

"Habe dem Torwart schon Schläge angedroht"

Aaron Knopp
18. November 2007, 23:36 Uhr

Eigentlich hätten die Tor-Chancen für mehr als drei Punkte gereicht. Am Ende sprang für den VfB Frohnhausen im "West-Derby" stattdessen jedoch nicht einmal ein Zähler heraus. Besser machte es die Zweitvertretung der benachbarten Turngemeinde, insbesondere dank der Kaltschnäuzigkeit von Stürmer Marius Biskupek. Mit seinem Doppelpack besorgte er den Endstand quasi im Alleingang. Und dann war da noch Pascal Pippert. Der Tgd-Torwart erwischte einen glänzenden Tag und brachte die VfB-Kicker reihenweise zur Verzweiflung. [i]Ein Ortstermin[/i]

"Der hält ja alles", rieb sich ein Zuschauer verwundert die Augen. Vor allem im ersten Durchgang schien der Gäste-Keeper unüberwindbar. "Ich habe allein in der ersten Hälfte schon sieben hundertprozentige Torchancen gezählt", schüttelte VfB-Coach Klaus Becker den Kopf.

In Führung gingen jedoch die "Wester". Marius Biskupek, Dreh- und Angelpunkt der Offensive vollstreckte erstmals nach 16 Minuten. Fortan kannte das durchaus ansehnliche Spiel vornehmlich eine Richtung: Das Tgd-Tor - wenngleich ohne zählbaren Erfolg für die Hausherren. Entweder hatte Pippert die passende Antwort, oder die VfB-Stürmer zeigten im Abschluss Nerven. Wie beispielsweise Routinier Uwe Herbst, der die wohl größte Gelegenheit völlig freistehend aus zehn Metern verzog. (38.) "Das waren ja Dinger, die hätte sogar meine Mutter reingemacht", fluchte Becker.

Nach der Pause gestalteten die Gäste die Partie wieder etwas offener, erarbeiteten sich auch ihrerseits Tormöglichkeiten. Bemerkenswert: Trotz widriger Witterungsverhältnisse und schwierigen Platzverhältnissen bemühten sich beide Teams, ansehnlichen Kombinationsfußball zu zeigen. Während Frohnhausen weiter auf den Ausgleich drängte, war jedoch auf der anderen Seite erneut Biskupek nach einem Eckball zur Stelle (60.) und brach offenbar die Moral der Hausherren. Die schienen sich in ihr Schicksal zu fügen: Pippert war einfach nicht bezwingbar. "Ich habe ihm in der Halbzeit schon Schläge angedroht", scherzte VfB-Coach Becker nach Spielende. Gebracht hat es freilich wenig.

Die letzte halbe Stunde gehörte vornnehmlich den Gästen, die nun ihrerseits bewiesen, dass auch sie Chancenwucher betreiben können, während sich Frohnhausen nur noch sporadisch wehrte. So blieb es folgerichtig beim 2:0-Endresultat. Tgds Co-Trainer Harald Buscher strahlte angesichts des Auswärts-Dreiers: "Pippert im Tor und Biskupek vorne haben den Unterschied gemacht. Vor allem Pascal war einfach überragend." Becker machte sich derweil Gedanken über mögliche Verstärkungen: "Wir werden in der Winterpause etwas tun, einen Knipser holen." Namen wollte der Übungsleiter vorerst jedoch nicht preisgeben.

Autor: Aaron Knopp

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