Sechs gute Spiele in der Bundesliga, aber nur acht Punkte. Dazwischen die erste Saisonniederlage, daheim gegen Valencia. Ein gefühlter Fehlstart, auch wenn die Leistungen weitestgehend stimmten. Danach vier Siege in Serie, sogar zu Null. Aufatmen, nachdem sich das erste Rumoren verzogen hatte. Nun der Tiefpunkt, ausgerechnet beim Schlusslicht. Vier Liga-Matches in Folge ohne Dreier, nur aufgehübscht durch einen bis zur Schmerzgrenze verkrampften Pokalsieg. Und Mannschaft wie Trainer stehen fast auf den Tag genau wie vor einem Jahr an einem Scheitelpunkt, an dem die Saison schon kippen kann.

RS-Kommentar: Müllers Rückendeckung für Slomka ist auch Selbstzweck

Ende der Schonzeit

03. November 2007, 20:19 Uhr

Sechs gute Spiele in der Bundesliga, aber nur acht Punkte. Dazwischen die erste Saisonniederlage, daheim gegen Valencia. Ein gefühlter Fehlstart, auch wenn die Leistungen weitestgehend stimmten. Danach vier Siege in Serie, sogar zu Null. Aufatmen, nachdem sich das erste Rumoren verzogen hatte. Nun der Tiefpunkt, ausgerechnet beim Schlusslicht. Vier Liga-Matches in Folge ohne Dreier, nur aufgehübscht durch einen bis zur Schmerzgrenze verkrampften Pokalsieg. Und Mannschaft wie Trainer stehen fast auf den Tag genau wie vor einem Jahr an einem Scheitelpunkt, an dem die Saison schon kippen kann.

Ist am kommenden Samstag um 17.15 Uhr schon in zwei Wettbewerben alles verspielt oder kann sich die am Boden liegende Truppe abermals durch einen Kraftakt aufrappeln und die selbst gesteckten Ziele wieder in Reichweite bekommen? Die Zweifel, dass Letzteres gelingt sind groß und vor allem daran, ob Mirko Slomka in dieser schwierigen Situation noch der richtige ist. S04-Boss Josef Schnusenberg hat längst, ob gewollt oder nicht, das Ende der Schonzeit für den noch ohne echten Erfolg dastehenden Coach ausgerufen

Die führenden Medien im Land haben diese Steilvorlage dankend aufgenommen und Slomka zum Abschuss frei gegeben. Dass sich Manager Andreas Müller weiterhin vor den Trainer stellt, ist klar, schließlich hat er ihn vor knapp zwei Jahren zum Chef befördert. Das Scheitern dieser Entscheidung würde man unmittelbar auf ihn zurückführen und ihm als schwer wiegenden Fehler ankreiden. Laut Müllers Aussage sei das Ende der Schonzeit auch dann noch nicht gekommen, wenn auch die beiden folgenden Partien gegen Chelsea und Hamburg verloren gingen. Warten wir ab, ob sich an dieser Aussage etwas ändert, falls der worst case eintreten sollte.

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