Der SV Phönix Bochum geht in sein drittes Bezirksligajahr und betrachtet man die ersten neun Saisonspiele, könnte es auch das erfolgreichste werden. Vorletzte Saison rettete sich der SV mit dem elften Platz knapp vor dem direkten Wiederabstieg. Danach verließen nicht weniger als neun Akteure den Verein und die Offiziellen um Geschäftsführer Helmut Kornmann sahen sich vor einem Scherbenhaufen.

Phönix Bochum an Verpflichtung von Ex-Profi Thomas Reis interessiert

„Reis könnte mit seiner Erfahrung weiterhelfen“

Fabian Weitkämper
17. Oktober 2007, 20:26 Uhr

Der SV Phönix Bochum geht in sein drittes Bezirksligajahr und betrachtet man die ersten neun Saisonspiele, könnte es auch das erfolgreichste werden. Vorletzte Saison rettete sich der SV mit dem elften Platz knapp vor dem direkten Wiederabstieg. Danach verließen nicht weniger als neun Akteure den Verein und die Offiziellen um Geschäftsführer Helmut Kornmann sahen sich vor einem Scherbenhaufen.

Doch wie „Phönix“ aus der Asche kam der Verein mit einer ganz jungen Mannschaft zurück und erreichte in der letzten Spielzeit einen starken siebten Tabellenplatz und sicherte sich zudem zum zweiten Mal den Fair-Play-Preis der Bezirksliga 13, sowie erstmals den des Kreis Bochum. Nun plant der Verein einen spektakulären Zugang an die Gemeindestraße zu locken. Statt die Truppe mit „alten Hasen“ aufzufüllen, wurde auch vor der aktuellen Runde wieder nur auf junges Blut gesetzt. Mit einem Altersschnitt von 20,4 Jahren ist der Bochumer Club das jüngste Bezirksliga-Team, fährt damit derzeit aber nicht schlecht und belegt gegenwärtig Platz sechs in der Liga. Lediglich RWW Bismarck kann einen ähnlichen Altersdurchschnitt aufweisen (20,89 Jahre).

Trotzdem würde sich Kornmann über einen Mann mit Erfahrung, dessen Namen des häufigeren schon gefallen ist, sehr freuen: „Es gab ein Gespräch zwischen unserem Trainer Jamal El Hassani und dem Ex-Profi Thomas Reis, der Interesse bekundet hat, bei uns zu spielen. Ein erfahrener Mann wie er, der auch mal den Mund aufmacht, würde unserer Elf gut zu Gesicht stehen.“

Die Sache hat nur einen gewaltigen Haken: Thomas Reis gilt durch seine vielen Verletzungen als Sportinvalide und musste bereits einen Invaliditätsantrag stellen. [imgbox-left]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/005/035-5117_preview.jpeg Thomas Reis spielte für Bochum schon international (Foto: firo)[/imgbox]Dies könnte bedeuten, dass er unter Umständen auf eigenes Risiko die Schuhe wieder schnüren müsste, da die Versicherung in seinem Fall für weitere Sportunfälle nicht aufkommen würde.

Eine nicht ganz einfache Situation also für den ehemaligen UEFA-Cup-Spieler des VfL Bochum, die eine Rückkehr in den aktiven Fußball zunächst verzögert.

Aber auch ohne Reis sieht Kornmann bei seinen Jungen „eine Mannschaft mit Zukunft, die durch Freundschaften zusammen gehalten wird und bei der Geld nicht das Wichtigste am Spiel ist.“

Freundschaften sind das eine in dem 20 Mann starken Kader des SV, aber auch das gute Auge für junge Talente sollte nicht unerwähnt bleiben: „Wir stehen im ständigen Kontakt mit Jugendspielern aus höherklassigen Vereinen, die bereits signalisiert haben, dass sie zu uns kommen wollen,“ berichtet Kornmann weiter.

Also gibt es auch in Zukunft „Jugend forscht“ beim SV Phönix, vielleicht dann nur mit der Unterstützung eines alten Bundesliga-Recken.

Autor: Fabian Weitkämper

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