Fast vier Monate musste Claus Costa auf eine weitere Nominierung für die Startelf der Regionalliga-Truppe von Fortuna Düsseldorf warten. Auch wenn die Sommerpause dazwischen lag, für den Mittelfeldakteur war es eine lange Zeit, in der er den Anpfiff nur von der Bank aus hörte. Das vorletzte Spiel bei RW Oberhausen durfte Costa endlich wieder von Beginn an absolvieren.

Düsseldorf: Costas Zeh langsam wieder erkennbar

"Im Cup sind es nur wenige Spiele, in der Liga 36"

kru
12. Oktober 2007, 18:13 Uhr

Fast vier Monate musste Claus Costa auf eine weitere Nominierung für die Startelf der Regionalliga-Truppe von Fortuna Düsseldorf warten. Auch wenn die Sommerpause dazwischen lag, für den Mittelfeldakteur war es eine lange Zeit, in der er den Anpfiff nur von der Bank aus hörte. Das vorletzte Spiel bei RW Oberhausen durfte Costa endlich wieder von Beginn an absolvieren.

"Natürlich war ich froh, dass ich wieder dabei war", gibt der ehemalige Bochumer zu. Um so ärgerlicher für ihn, dass er sich wenige Tage nach der Partie den Zeh gebrochen hat. "Jeder Spieler, der sich verletzt sagt, das passt mir jetzt aber gar nicht. Dennoch kann ich sagen, dass ich davon nun super genervt bin", ballt Costa die Faust.

Schließlich war er seit langer Zeit mal wieder richtig nah dran an einem Stammplatz. "Aber es wird auch langsam schon wieder besser. Vor ein paar Tagen war der Zeh noch geschwollen, grün, blau und rot. Inzwischen kann man schon wieder erkennen, was für ein Körperteil es sein soll", gibt Costa Einblick in seine Krankenakte. "Ich hoffe, dass ich Ende dieser Woche wieder laufen und in der kommenden wieder richtig ins Training einsteigen kann." Sein Vorteil: "Ich habe dadurch nicht viel an Kondition verloren."

Denn auch in der Reha wird einiges getan. Der Defensiv-Spezialist nickt: "Erst gestern war ich beim Aqua-Jogging, das hilft auch weiter." Damit er schnell wieder voll bei der Sache ist, denn bei der derzeitigen Personal-Situation kann die Fortuna jeden gesunden Kicker gebrauchen. "Genau für solche Situation haben unsere Verantwortlichen auch mit einem relativ großen Kader mit 25 Leuten geplant. Dann können Ausfälle auch gut kompensiert werden. Man kann schon sagen, dass wir qualitativ gut besetzt sind", empfindet der Blondschopf, der beim Blick auf den bisherigen Saisonverlauf verständlicher Weise hin- und hergerissen ist:

"Nach einem super Start mit einer Menge Glück auf unserer Seite, haben wir in den letzten Partien eher Pech. Zuletzt gegen Ahlen bekommen wir kurz vor Schluss einen Sonntagsschuss aus 18 Metern. Vorher haben wir gute Chancen, um den Sack zuzumachen. Aber das macht ja niemand absichtlich." Sein Zusatz: "Unsere bisherige Spielzeit ist doch ein gutes Beispiel dafür, dass sich Glück und Pech ausgleichen."

Dennoch muss sich das Team um Weidemann einen Vorwurf gefallen lassen. Costa: "Das stimmt, Aufwand und Ertrag liegen weit auseinander." Weiter geht es am Sonntag im Diebels-Niederrheinpokal beim Oberligisten 1.FC Kleve. Costas Marschroute: "Wir müssen weiterkommen. In den letzten Jahren sind wir immer gegen den Wuppertaler SV rausgeflogen, der jetzt schon gar nicht mehr im Wettbewerb ist. Es wäre doch klasse, wenn wir uns für den DFB-Pokal qualifizieren könnten." Das kann man auch über eine andere Schiene: "Richtig, aber im Cup muss man nur wenige Spiele überstehen, in der Liga sind es 36."

Dort muss man als nächstes beim BVB II ran. Für Costa ein Wiedersehen mit alten Bekannten: "Mit Sebastian Hille und Daniel Gordon habe ich noch zusammen beim VfL gespielt. Was den Fußball angeht, sind es eigentlich meine besten Kumpels. Ich hoffe, dass ich dann wieder fit bin und wir endlich wieder einen Dreier einfahren."

Autor: kru

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