Mit einer beeindruckenden Solidaritätsaktion haben die Ultras-Gelsenkirchen am vergangenen Sonntag auf die aus ihrer Sicht unbefriedigende Lage ihrer mit Stadionverbot belegten Mitglieder hingewiesen (RS berichtete). Obwohl die Veranstaltung, die im Vorfeld mit dem Gastgeber Spvgg Erkenschwick und deren Fanvertretern abgestimmt war, vollkommen friedlich und ohne jegliche Zwischenfälle ablief, bleibt ein übler Nachgeschmack. Vor dem Spiel der Schalker Amateure in Erkenschwick besuchten sogenannte

BVB-Anhänger beschmierten Erkenschwicker Kassenhäuschen

UGE Sektion Auschwitz?

sb
12. Oktober 2007, 16:21 Uhr

Mit einer beeindruckenden Solidaritätsaktion haben die Ultras-Gelsenkirchen am vergangenen Sonntag auf die aus ihrer Sicht unbefriedigende Lage ihrer mit Stadionverbot belegten Mitglieder hingewiesen (RS berichtete). Obwohl die Veranstaltung, die im Vorfeld mit dem Gastgeber Spvgg Erkenschwick und deren Fanvertretern abgestimmt war, vollkommen friedlich und ohne jegliche Zwischenfälle ablief, bleibt ein übler Nachgeschmack. Vor dem Spiel der Schalker Amateure in Erkenschwick besuchten sogenannte "BVB-Fans" den Stimberg und verschandelten die Kassenhäuschen des Oberligisten mit Aufschriften wie "UGE Sektion Auschwitz". RS empfiehlt den Schmierfinken einen Besuch in der KZ-Gedenkstätte.

War die Flugzeugaktion mit der verpassten Meisterschaft im Mai ja noch ganz witzig, wurden hier die Grenzen des guten Geschmacks eindeutig verlassen. Vor dem Anstoß der beiden Mannschaften mussten Ordnungshüter 20 Schwarz-Gelbe aus dem Stimberg-Stadion verweisen.

Andreas Oberlin, Vorsitzender der "Schwarz-Roten Ruhrpottmonster", hingegen lobte ausdrücklich den Auftritt der Gäste aus Gelsenkirchen. "Ich möchte mich für das Verhalten der Ultras GE bedanken. Sie haben die Aktion nicht nur vorbildlich organisiert, sondern zusätzlich auch noch 1.000,- Euro für unseren Verein gesammelt. Das ist weiß Gott nicht alltäglich", hob der Erkenschwicker Oberfan den Daumen für die Schalker.

Autor: sb

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