Vor rund einem Monat erschütterte ein tragisches Unglück den Amateurfußball in Gelsenkirchen. Bei einem Kreisliga C-Spiel schlägt ein Blitz in eine Zuschauergruppe ein. Fünf Besucher bleiben teils schwer verletzt liegen. Der Schock bei allen Beteiligten sitzt tief, die Anteilnahme und das Medieninteresse sind riesig. Revierkick.de hat nachgefragt:[i]Wie geht es den Verletzten heute?[/i]

Gelsenkirchen: Vier Wochen nach dem Blitzeinschlag beim SuS Beckhausen

Schwerverletzter außer Lebensgefahr

Moritz Rieckhoff
25. September 2006, 18:07 Uhr

Vor rund einem Monat erschütterte ein tragisches Unglück den Amateurfußball in Gelsenkirchen. Bei einem Kreisliga C-Spiel schlägt ein Blitz in eine Zuschauergruppe ein. Fünf Besucher bleiben teils schwer verletzt liegen. Der Schock bei allen Beteiligten sitzt tief, die Anteilnahme und das Medieninteresse sind riesig. Revierkick.de hat nachgefragt:[i]Wie geht es den Verletzten heute?[/i]

Gelsenkirchen-Beckhausen vor vier Wochen, 14.15 Uhr. Auf der Platzanlage an der Breukämperstraße läuft die zweite Halbzeit der Kreisliga C-Begegnung SuS Beckhausen II gegen den VfL Grafenwald III. Der Tag hatte sonnig begonnen, kein Grund zur Sorge. Schlechtes Wetter ist nicht in Sicht. Plötzlich verdunkelt sich der Himmel, ein kräftiger Schauer geht nieder. Ein Teil der Zuschauer sucht Zuflucht unter einem Baum. Ein lauter Knall zerreißt die Stille. Plötzlich geht ein Blitz nieder, schlägt in einen Flutlichtmast und dann in Form eines Kugelblitzes in den nahegelegenen Baum ein. Fünf Besucher gehen direkt zu Boden. Ein Mann, es ist der Vater eines Spielers, ist lebensgefährlich verletzt.[imgbox-right]http://www.revierkick.de/include/images/gallery/img_thumb_95.jpg "Letztendlich ist es nur wichtig, dass es den Verletzten wieder besser geht. Das hätte auch anders ausgehen können", zeigte sich Beckhausens Geschäftsführerin Marlies Lohmeyer erleichtert.[/imgbox]

Während die restlichen Opfer (zwei B-Jugendliche der SuS, der Trainer von Grafenwald III, sowie die Frau des Schwerverletzten Mannes) in umliegende Krankenhäuser gebracht werden, wird der Schwerstverletzte nach Köln in eine Spezialklinik geflogen. "Akute Lebensgefahr" lautet an diesem Tag die Diagnose der herbeigeeilten Ärzte.

Rückblickend sagt Marlies Lohmeyer, Geschäftsführerin des SuS Beckhausen, die seinerzeit in Abwesenheit über die schrecklichen Geschehnisse informiert worden ist: "Wir können von Glück sagen, dass wir zwei Feuerwehrleute und einen Polizisten unter unseren Spielern hatten. Die drei haben durch ihre schnellen Reanimationsmaßnahmen dem Mann das Leben gerettet."

Heute geht es allen Verletzten zumindest wieder besser. Bis auf den in Köln liegenden Besucher haben alle anderen Opfer das Krankenhaus wieder verlassen. Lebensgefahr besteht für das Opfer, das schwerste Brandverletzungen erlitten hat, zum Glück jedoch nicht mehr.

Langsam, so scheint es, kehrt bei dem durch dieses tragische Unglück in die Schlagzeilen geratenen Kreisligisten wieder Ruhe ein. Ein Umstand, den Marlies Lohmeyer begrüßt: "Bei mir stand das Telefon einfach nicht mehr still. Da ich nicht dabei war, habe ich alle Anfragen immer nur weiterleiten können. Letztendlich ist es nur wichtig, dass es den Verletzten wieder besser geht. Das hätte auch anders ausgehen können. Ich kann gar nicht daran denken was passiert wäre, wenn der Blitz auf dem Spielfeld eingeschlagen wäre. Das hätte wahrscheinlich noch viel schlimmere Folgen gehabt. Fast scheint es so, als hätten wir noch Glück im Unglück gehabt."

Autor: Moritz Rieckhoff

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