Gut gelaunt kam Youssef Mokhtari aus dem Trainings-Zentrum. Am gestrigen Mittwoch und auch am Dienstag trainierte der Marokkaner nach wochenlanger Reha wieder in Duisburg.

MSV: Mokhtari hat das HSV-Spiel für sein Comeback im Blick

"Es reicht mit dem Lehrgeld"

tt
04. Oktober 2007, 18:28 Uhr

Gut gelaunt kam Youssef Mokhtari aus dem Trainings-Zentrum. Am gestrigen Mittwoch und auch am Dienstag trainierte der Marokkaner nach wochenlanger Reha wieder in Duisburg. "Ich hoffe, dass ich gegen den HSV wieder richtig einsteigen kann", hat er den Spieltermin Ende Oktober im Blick. "Mokhi" rechnet durch:

"Wenn das klappt, dann wäre ich genau drei Monate ausgefallen. Zum Glück habe ich die Sommer-Vorbereitung mitgemacht, aber auf der anderen Seite ist natürlich klar, dass die Wettkampf-Praxis fehlt. Man darf dann keine Wunderdinge verlangen. Jede einzelne Einheit hilft mir im Moment."

Nach dem Einschnitt an der Bandscheibe, die ihm viele Monate Probleme bereitete, und dem folgenden Aufbau-Programm ist der Mittelfeld-Mann voll im Zeitplan. "Ich habe aber ein paar Kilo zugenommen, was ganz normal ist. Die Pfunde müssen jetzt wieder step by step runter. Man darf es nicht übertreiben."

In den kommenden Partien muss "Mokhi" seinen Kollegen weiter von der Tribüne aus die Daumen drücken. "Ich habe alle Spiele gesehen. Entweder im Stadion oder am TV. Wir haben bis auf das schwächere Partie in Rostock immer unsere Chancen gehabt. Auch zuletzt beim 1:2 in Hannover." Der Standard-Spezi gibt zu bedenken: "Wichtig ist immer, wie man verliert. Wir zahlen im Moment noch ein bisschen Lehrgeld. Ich würde sagen: Es reicht." Natürlich hat der Ex-Kölner die Personal-Lage im Gedächtnis. "Unser Trainer ist doch zurzeit die ärmste Sau", erklärt er, "er muss immer in der Abwehr verschieben, kann sein Training nie so gestalten, wie er das gerne möchte. Gegen Hertha sind beide Innenverteidiger ausgefallen. So etwas können wir einfach nicht kompensieren."

Dass am Samstag ausgerechnet die Bremer Offensiv-Abteilung an die Wedau kommt, lässt Mokhtari weitgehend ruhig. "Gegen Werder erwartet doch keiner etwas von uns", schätzt er die Situation realistisch ein, "jeder sagt, da kommt die Diego-Truppe, die hauen Duisburg 3:0 oder 4:0 weg. So etwas kann uns in die Karten spielen. Ich sage: Jede Mannschaft ist bezwingbar."

Autor: tt

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