Nach dem achten Spieltag steht der BV Herne Süd dort, wo er auch am Ende der Saison sein möchte: Spitzenreiter in der Bezirksliga 13. Durch den 3:2-Erfolg über DJK Adler Riemke und der gleichzeitigen überraschenden 0:2-Niederlage des Konkurrenten SC Weitmar 45 im Bochumer Derby beim SV Phönix gelang es den Hernern, die Tabellenführung zu übernehmen. Dabei musste der Gastgeber gegen die Elf von Trainer Norbert Sikora allerdings bis zur letzten Minute um die drei Punkte zittern. [i]Ein Ortstermin[/i]

Bezirksliga 13: BV Herne-Süd gewinnt 3:2 gegen DJK Adler Riemke

Sikora fühlt sich vom Schiedsrichter verschaukelt

Desirée Kraczyk
30. September 2007, 23:03 Uhr

Nach dem achten Spieltag steht der BV Herne Süd dort, wo er auch am Ende der Saison sein möchte: Spitzenreiter in der Bezirksliga 13. Durch den 3:2-Erfolg über DJK Adler Riemke und der gleichzeitigen überraschenden 0:2-Niederlage des Konkurrenten SC Weitmar 45 im Bochumer Derby beim SV Phönix gelang es den Hernern, die Tabellenführung zu übernehmen. Dabei musste der Gastgeber gegen die Elf von Trainer Norbert Sikora allerdings bis zur letzten Minute um die drei Punkte zittern. [i]Ein Ortstermin[/i]

Der Wille und die Moral des Gastgebers wurde bereits drei Minuten nach Anpfiff auf die Probe gestellt, als es überraschend schnell 0:1 stand. Steven Murru verwandelte nach einem Konter den Ball ins rechte Eck. „Wir waren zu Beginn unkonzentriert. Gerade die erfahrenen Spieler wie Robert Ayensu-Ayisi müssen sich besser darauf einstellen“, erklärte Ralf Schulz den Fehlstart. Hier wurde ebenso deutlich, wo Herne-Süd aufpassen musste.[imgbox-left]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/004/505-4551_preview.jpeg RS-Foto: Kraczyk.[/imgbox]

Die Adler zeigten sich hauptsächlich bei Kontern gefährlich, während der Aufsteiger von Anfang an die spielbestimmende Mannschaft stellte. Aber die BV-Stürmer Jörg Kostrzewa und Dennis Naujoks ließen zahlreiche Chancen ungenutzt. Dieses Problem wurde auch in der 26. Minute deutlich. Nach einem Foulspiel von Riemkes Thomas Stahl im Strafraum zeigte der Schiedsrichter auf dem Punkt. Thomas Wienroth entschied sich für die linke Ecke, traf aber nur den Pfosten. „Nach dem Strafstoß hätten wir zum 2:0 erhöhen müssen“, betonte Adler-Coach Norbert Sikora und sprach damit eine große Möglichkeit von Tim Schienbein in der 35. Minute an, die dieser jedoch ungenutzt ließ.

Nach der Halbzeitpause wurde das temporeiche Spiel fortgesetzt. Riemkes Keeper Stephen Esken musste sein Können in einigen Szenen unter Beweis stellen, das Toreschießen wollte bei den Akteuren von Herne-Süd einfach nicht klappen - bis zur 63. Minute. Freistoß-Spezialist Andre Dohm hämmerte den Ball Richtung Tor, Mohammed Dafoune brauchte seinen Fuß nur noch zur Richtungslenkung hinstrecken – der verdiente Ausgleich.

Trainer Schulz brachte mit Andre Degenhardt für Naujoks einen neuen Offensiv-Spieler, seine Entscheidung erwies sich als richtig. Nur fünf Minuten nach seiner Einwechslung flankte Degenhardt in den Strafraum und Marvin Scheer brachte seine Jungs mit einem Kopfballtreffer in Führung. „Ich habe den Vorteil, dass ich auch auf der Ersatzbank adäquate Spieler sitzen habe. Ich habe dem Andre gesagt, dass ich was von ihm sehen will wenn er wieder von Beginn an auflaufen möchte“, erzählte Schulz.

Die zweite Halbzeit brachte somit endlich das, was in der ersten von den etwa 250 Zuschauern auf dem Kunstrasenplatz an der Bergstraße vermisst wurde: Tore. Nach einem sehenswerten Konter über Dafoune und Marius Nowak, war es diesmal Kostrzewa, der mit seiner Fußspitze die Flanke zum 3:1 verlängerte. „Das war für mich ein ganz klares Abseits“, ärgerte sich Adler-Trainer Sikora über den Schiedsrichter. Drei Zeigerumdrehungen später offenbarte sich wieder die Kontergefährlichkeit der Gäste. Murru verkürzte mit seinem zweiten Treffer auf 3:2. Den Schlusspunkt setzte schließlich Riemkes Routinier Ralf Stemmann, der nach wiederholten Foulspiel kurz vor Abpfiff vom Platz gestellt wurde.

„Wir haben hier zu Unrecht verloren. Süd hatte mehr Spielanteile, aber wir hatten die besseren Möglichkeiten, waren keineswegs die schlechte Mannschaft. Hinzu kommt, dass der Schiedsrichter immer wieder gegen uns war“, ärgerte sich Sikora. Schulz konnte seinem Trainerkollege nicht zustimmen: „Das 3:2 geht völlig in Ordnung und der Unparteiische hat gut gepfiffen. Nach zwei schlechten Leistungen haben wir heute wieder gut gespielt.“ Die Tabellenführung ist für ihn aber nur eine Momentaufnahme: „Wir stellen uns nicht hinten rein, ich nehme lieber auch mal ein Gegentor in Kauf. Unser Ziel bleibt es, jede Begegnung zu gewinnen.“

Autor: Desirée Kraczyk

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