Um Bochums Linksverteidiger Timo Perthel ist es still geworden. Verdammt still.

VfL Bochum

Timo Perthel hat seine Zuversicht behalten

28. April 2017, 08:07 Uhr
Foto: firo

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Um Bochums Linksverteidiger Timo Perthel ist es still geworden. Verdammt still.

Als er am 17. Spieltag beim Auswärtsspiel beim FC St. Pauli die Rote Karte sah und für zwei Spiele gesperrt wurde, da konnte sich beim besten Willen keiner vorstellen, dass für den 28-jährigen Linksfuß die Saison bereits beendet war. Am 31. Januar testete er noch einmal mit den Youngstern in Mönchengladbach (4:1-Sieg), um nach abgelaufener Sperre mit Spielpraxis in die Saison zu gehen. Was dann passierte, ist eine bittere, allzu schmerzliche Geschichte.

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Am 4. Februar bekam er im Training einen Schlag aufs Knie. Was folgte, war eine bis heute endlose Verletzungsgeschichte. Mal ein Training, mal wieder Pause. An einen Einsatz war nicht mehr zu denken. Perthel blickt zurück: „Es gibt Schmerzen, die kann man aushalten und es gibt Schmerzen, die kann man wirklich nicht aushalten.“ Über zwei Monate zog sich die Tortur hin, dann ergaben zwei Untersuchungen in Regensburg endgültig Klarheit: „Es handelt sich um einen Defekt am Knorpel.“ Und so wurde der Außenverteidiger am 7. April erstmals operiert: „Momentan bin ich Fußgänger, allerdings werde ich am 5. Mai wieder operiert und das bedeutet dann sechs bis acht Wochen an Krücken, das steht fest, da darf ich das Knie nicht belasten.“ Und mit einem Schmunzeln fügt er hinzu: „Ende nächster Woche beginnt die Krückenzeit.“

Die Operation wäre vielleicht verschiebbar gewesen, doch der ehemalige Duisburger zeigt Weitblick: „Wenn ich jetzt schon 32 Jahre alt wäre, hätte ich sie verschoben, denn damit kann man noch ein bis zwei Jahre spielen. Ich bin aber erst 28 und möchte noch etwas länger dabei sein. Deshalb muss das jetzt richtig repariert werden.“

Dabei zeigt der zweifache Vater Geduld: „Es gibt schlimmeres als eine Sportverletzung. Ich würde gerne wieder spielen, es regt mich auch auf, aber ich kann es nicht ändern.“ Das schlimmste für Timo Perthel ist das, was er auch am kommenden Freitag wieder erleben wird: „Da sitze ich als Zuschauer auf der Tribüne und kann dem Team momentan nicht helfen. Aber ich mache mir trotzdem keine Sorgen, denn keiner geht mit der momentanen Situation leichtfertig um.“

Und wann trägt er selbst wieder das VfL-Trikot? „Mit dem Start der Vorbereitung wird es sehr eng. Mal schauen, wie das Ganze in zwei Monaten aussieht. Zum jetzigen Zeitpunkt eine Prognose zu treffen, wäre unrealistisch.“

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