Am 3. März erklärte Kevin Großkreutz seinen vorläufigen Rücktritt als Fußballprofi. Sein Vertrag beim Zweitligisten VfB Stuttgart wurde aufgelöst.

Darmstadt

Update: Großkreutz-Transfer perfekt

Christian Brausch
11. April 2017, 09:46 Uhr
Foto: firo

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Am 3. März erklärte Kevin Großkreutz seinen vorläufigen Rücktritt als Fußballprofi. Sein Vertrag beim Zweitligisten VfB Stuttgart wurde aufgelöst.

Zuvor war der 28-Jährige in der Nacht auf Faschingsdienstag mit drei Jugendspielern des VfB erst in einer Disco und danach im Stuttgarter Amüsierviertel unterwegs gewesen. Bei einer Schlägerei war Großkreutz verletzt worden. Anschließend betonte er unter Tränen: "Ich möchte mich bei meiner Familie, meinen Freunden und der Mannschaft entschuldigen. Mit den Konsequenzen lebe ich. Ich habe immer alles gegeben, mich immer mit dem Verein identifiziert. Nach dem Abstieg habe ich mich zum Verein bekannt. Ich hoffe, dass die Mannschaft ihr Ziel erreichen und aufsteigen kann. Dann hoffe ich, dass ich zur Feier eingeladen werde."

Während der VfB weiter um den Aufstieg kämpft, plante Großkreutz seine Zukunft. Nach der Trennung bekam er die Möglichkeit, sich bei Borussia Dortmund II fit zu halten. BVB-Boss Hans-Joachim Watzke betonte gegenüber der Sportbild: „Ja, er hat sich bedankt, dass wir ihm die Möglichkeit geben, sich in der zweiten Mannschaft fit zu halten, und wird diese Option auch nutzen.“

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Nun hat er bereits einen neuen Verein gefunden. Darmstadt 98 bestätigte am Dienstag, dass Großkreutz zu D98 wechseln wird. Er erhält dort einen Vertrag bis zum 30. Juni 2019. Darmstadts Trainer Torsten Frings sagte: "Ich bin überglücklich und unheimlich stolz, dass es uns gelungen ist, einen Spieler wie Kevin Großkreutz nach Darmstadt zu holen und ihn von unserem Weg zu überzeugen. Kevin verfügt über eine unfassbare Erfahrung, ist Weltmeister, hat auf absolutem Top-Niveau gespielt - und ich habe in den Gesprächen gespürt, wie heiß er auf diese neue Herausforderung ist. Er wird sportlich und auch als Typ ein ganz wichtiger Baustein für unser Team in der kommenden Saison sein."

Schon kurz nach den Verfehlungen von Großkreutz sprang ihm sein alter Kollege Lukas Podolski zur Seite, indem er erklärte: "Nur mit dem Finger auf Kevin zu zeigen, ist falsch. Dass er Fehler gemacht hat, weiß er selber. Klar sind Fußballer Vorbilder, aber auch Menschen, da gehören halt auch Fehler dazu. Der Fußball sollte Kevin die Türen weiter offen halten. Ich habe früher auch Fehler gemacht.“

Nun ging eine Tür für Großkreutz auf, der damit in der neuen Saison wohl wieder in der 2. Bundesliga auflaufen wird. Denn Darmstadt steht kurz vor dem Abstieg, schon am Wochenende kann der Abstieg gegen Schalke besiegelt werden.

Autor: Christian Brausch

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