Rein sportlich dürfte für die TSG Sprockhövel spätestens nach der 2:3-Niederlage gegen Rot-Weiß Oberhausen der Klassenerhalt  nicht mehr zu schaffen sein.

TSG Sprockhövel

Verein hat die Regionalliga nicht aufgegeben

Philipp Ziser/Heiner Wilms
03. April 2017, 18:06 Uhr
Foto: Michael Kleinrensing

Foto: Michael Kleinrensing

Rein sportlich dürfte für die TSG Sprockhövel spätestens nach der 2:3-Niederlage gegen Rot-Weiß Oberhausen der Klassenerhalt nicht mehr zu schaffen sein.

Vorausgesetzt, alles läuft normal – aber das ist in einer Spielklasse wie der Regionalliga ja nicht garantiert.

Und so macht man sich auch in Sprockhövel Gedanken. Der Rückstand auf einen sicheren Platz beträgt zwar schon zehn Punkte, doch es ist ja nicht gesagt, dass alle Mannschaften, sie sich sportlich für die vierthöchste deutsche Spielklasse qualifizieren, dann in der nächsten Saison tatsächlich auch den Spielbetrieb in der Regionalliga aufnehmen. An diese Möglichkeit denkt auch Tim Dudda, der sich aber zunächst einmal über ein gelungenes Comeback freuen durfte. „Ich hatte sieben Wochen Pause, dann eine Woche Aufbautraining und war eine Woche wieder im Mannschaftstraining“, sagte der Mittelfeldspieler nach dem RWO-Spiel. „Der Trainer hat mir vertraut, und ich hoffe, dass ich ihm etwas zurückzahlen konnte“, so Dudda, der sich über sein Tor freute, dann aber auch zugab: „Da war auch Glück dabei war. Ich glaube, der Gegenspieler war noch dran“, sagte Dudda, der sich mit neuer Frisur präsentierte. „Da musste ich mal etwas ändern, es hat ja offenbar Glück gebracht“, so Dudda. Aufgegeben hat der „Blondschopf“ die Saison noch nicht. „Wir haben nichts mehr zu verlieren. Wir wollen jetzt noch möglichst viele Punkte holen – man weiß ja auch nicht, wie viele Mannschaften am Ende absteigen. Auch wenn ich es keinem Verein wünsche, müssen wir vorbereitet sein, falls eine Mannschaft zurückzieht“, sagte Dudda.

Sprockhövels Trainer Andrius Balaika bescheinigte seiner Mannschaft im Vergleich zum Spiel gegen Wattenscheid eine Leistungssteigerung. „Normalerweise habe ich dienstags mit einem Spiel abgeschlossen und kann nach vorne schauen – das war diesmal anders. Aber nach fünf, sechs Wochen, in denen wir gut gepunktet haben, war es klar, dass das mal passieren würde. Wir haben jetzt die richtige Reaktion gezeigt“, sagte Balaika, der dann auch noch einmal Tim Dudda lobte: „Ich hatte von Anfang an ein gutes Gefühl bei ihm. Er war in der ersten Trainingswoche schon wieder voll dabei und gut drauf.“

A-Jugendliche trainieren mit

Ähnlich wie Tim Dudda bewertet auch Adrian Wasilewski die Situation der TSG Sprockhövel. „Solche Spiele wie heute - das sind die Punkte, die uns fehlen, um noch mittendrin zu sein. Aber wir werden uns nicht aufgeben“, sagte Wasilewski und fügte dann noch an: „Die Regionalliga ist eine geile Liga, wir werden die Spiele genießen und kämpfen, bis rechnerisch nichts mehr möglich ist. Und wir wollen uns mit Punkten belohnen“, sagte Wasilewski, der im Spiel gegen Oberhausen für den Ausgleich zum zwischenzeitlichen 1:1 gesorgt hatte.

Sprockhövels Kader war zuletzt recht klein. Das wird sich in den nächsten Trainingstagen aber ändern. Denn die U 19-Mannschaft ist schon in der Osterpause, und so werden jetzt einige Talente bei den Senioren trainieren. Raffaele Federico hat ja auch schon für die nächste Saison unterschrieben, ein weiterer Kandidat wäre Felix Casalino, von dem Andrius Balaika sehr viel hält. Doch Casalino will wohl zunächst ins Ausland, könnte aber im Februar wieder ein Thema werden.

Autor: Philipp Ziser/Heiner Wilms

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