Der Wuppertaler SV unterliegt der U23 des 1. FC Köln mit 1:3. Bester Mann auf Seiten des WSV war Kevin Hagemann.

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Hagemann kann sich über Torerfolg nicht freuen

Timotheus Eimert
02. April 2017, 09:07 Uhr
Foto: Stefan Rittershaus

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Der Wuppertaler SV unterliegt der U23 des 1. FC Köln mit 1:3. Bester Mann auf Seiten des WSV war Kevin Hagemann.

Es lief die 86. Spielminute in der Regionalligapartie zwischen dem Wuppertaler SV und der U23 des 1. FC Kölns als WSV-Angreifer Kevin Hagemann nach einem weiten Abschlag von seinem Torwart an den Ball kommt. Das Spiel war zwar schon entschieden, 3:0 lagen die Domstädter in Front, aber der 26-Jährige wollte dennoch seine gute Leistung mit einem Tor bestätigen. Nach einem schönen Solo und einem noch schöneren Torabschluss gelang ihm das auch. Dennoch würde er gern dieses Tor gegen einen Sieg eintauschen: „Ganz ehrlich, wenn ich es könnte, würde ich das Tor gegen drei Punkte eintauschen. Das Tor rückt damit in den Hintergrund.“

In einem in der ersten Halbzeit ausgeglichenen Spiel war Hagemann einer der Besten auf dem Platz. Er führte viele Zweikämpfe und gewann die meisten davon. Beide Mannschaften kamen zu Gelegenheiten um in Führung zu gehen. In der zweiten Halbzeit war Köln cleverer und nutzte seine ersten Chancen eiskalt, sodass es früh 3:0 stand. Das Tor durch Hagemann war dann nur noch Ergebniskosmetik. „Ausschlaggebend war natürlich die drei Gegentore. Wir haben es in der ersten Halbzeit gut gemacht. Wir hatten Chancen und hätten in Führung gehen können, Köln aber auch. Das kann in die eine und in die andere Richtung gehen. In zweiten Halbzeit haben wir es in den entscheidenden Situationen nicht konsequent genug verteidigt, sodass wir als Verlierer vom Platz gingen“, sagt Hagemann nach dem Spiel.

Insgesamt steckte wahrscheinlich noch die bittere 2:3-Niederlage unter der Woche im Niederrheinpokal-Halbfinale gegen Rot-Weiss Essen in den Beinen und in den Köpfen der WSV-Spieler. Für Hagemann hatte sie für das Spiel gegen Köln aber eine untergeordnete Bedeutung: „Wir haben uns alle nach der Niederlage Gedanken gemacht. Trotz alledem haben wir uns auf das Spiel gegen Köln fokussiert und vorbereitet. Wir wollten drei Punkte einfahren. Dennoch glaube ich nicht, dass die Niederlage etwas mit der Niederlage gegen Essen zu tun hat. Es ist nie einfach nach einer solch schwierigen Situation. Heute ist es uns nicht gelungen.“

Der WSV spielt als Aufsteiger eine starke Saison, steckt aber derzeit in einer Ergebniskrise. Nach den verloren gegangenen Spielen gegen RWE und die U23 von Schalke 04 am vergangenen Wochenende war dies bereits die dritte Niederlage innerhalb einer Woche. Hagemann: „Wir werden uns schon irgendwie aus dieser Situation befreien. Unter der Woche werden wir darüber sprechen und dann gilt sich auf Siegen vorzubereiten. Wir wollen dort endlich wieder drei Punkte einzufahren.“

Autor: Timotheus Eimert

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