Schalke trifft am Samstag im Derby auf den BVB. “Ich glaube, dass Wille, Leidenschaft und Kampf die Basis sind”, sagt Trainer Markus Weinzierl.

Revierderby

Schalke-Trainer Weinzierl ist im Kampfmodus

Peter Müller
30. März 2017, 14:42 Uhr
Foto: Firo

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Schalke trifft am Samstag im Derby auf den BVB. “Ich glaube, dass Wille, Leidenschaft und Kampf die Basis sind”, sagt Trainer Markus Weinzierl.

Markus Weinzierl und Christian Heidel haben längst eine Vorstellung davon, was es heißt, auf Schalke zu arbeiten. Was der neue Trainer und der neue Sportvorstand bisher noch nicht erlebt hatten, ist die allgemeine Aufregung vor einem Heimderby gegen Borussia Dortmund. Auch davon bekommen sie jetzt einiges mit. “Überall, wo du hinkommst, heißt es: Viel Glück für Samstag!”, erzählt Weinzierl. “Und jeder weist noch mal darauf hin, dass das ein ganz besonderes Spiel ist - obwohl das wirklich keiner mehr machen müsste.”

Auch Heidel merkt gerade, wie sehr die Menschen hier von diesem einen Fußballspiel elektrisiert sind. “Ich war gestern Abend tanken, und die nette Dame an der Kasse hat mich gefragt, wie es ausgeht. Ich wohne ja in Essen, da triffst du auch mal den einen oder anderen Dortmunder. Überhaupt spüre ich, dass das Derby nicht nur in Gelsenkirchen und Dortmund ein Thema ist, sondern in der gesamten Region.”

Markus Weinzierl hat schon auf Kampfmodus umgeschaltet. “Ich glaube, dass Wille, Leidenschaft und Kampf die Basis sind”, sagt der Trainer. “Über diese Attribute kannst du das Spielerische hinzufügen. In den letzten Wochen versucht die Mannschaft, immer hundert Prozent auf den Platz zu bringen, und damit hat sie auch solche Siege wie den in Mainz erreicht. Wir werden um jeden Zentimeter kämpfen.”

Was die Haltung angeht, dient ihm der Auftritt seines Teams beim 0:0 in Dortmund im Hinspiel als Vorbild. “Da haben wir ein Superspiel abgeliefert”, sagt Weinzierl. “Das Derby wird über die Emotionen gestaltet, so wird es auch am Samstag sein.” Wie er auf die hohe fußballerische Qualität und auch auf die Schnelligkeit der Dortmunder Angreifer reagieren will, weiß Weinzierl auch schon: “Wir müssen frühzeitig den Druck von unserem Tor fernhalten.” Und wenn das mal nicht gelingt? “Dann brauchst du auch Glück und einen guten Torwart.”

Eigene Derby-Erfahrung als Spieler hat Markus Weinzierl auf hohem Niveau übrigens nicht vorzuweisen. Der Bayer aus Straubing spielte in den 90er-Jahren in der zweiten Mannschaft des FC Bayern. Derby, das hieß für ihn “Bayern-Amateure gegen 1860 Amateure” - und das war es dann auch. Er kann sicher sein, dass am Samstag auf Schalke ein bisschen mehr los sein wird als damals...

Autor: Peter Müller

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