Mit dem 1:0 hat Andreas Wiegel den MSV in Chemnitz auf die Siegerstraße gebracht (3:2). Für den 25-Jährigen war es ein ganz besonderes Tor, wie er im Interview erklärt.

MSV Duisburg

Warum die Durststrecke gut für das Team war

25. März 2017, 20:24 Uhr
Foto: Firo

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Mit dem 1:0 hat Andreas Wiegel den MSV in Chemnitz auf die Siegerstraße gebracht (3:2). Für den 25-Jährigen war es ein ganz besonderes Tor, wie er im Interview erklärt.

Die Partie schrieb die 22. Minute. Ein Traumpass von Fabian Schnellhardt im Mittefeld. Mit dem linken Außenrist schlenzte der Duisburger den Ball an seinem Gegenspieler vorbei, exakt in die Schnittstelle, durch die Abwehrreihe hindurch. Genau wegen solcher Bälle ist Schnellhardt so wertvoll für die Zebras. Was der für Bälle spielen kann, weiß auch Andreas Wiegel, der rechtzeitig durchstartete. „Er hat mich gesehen, hat den Ball sofort gespielt. Ich habe dann kurz hochgeguckt, wo der Torwart steht, ob die lange Ecke auf ist und dann ins lange Eck geschossen“, beschrieb der Torschütze die Szene nach dem Spiel. Dass Wiegel diese noch ganz genau vor Augen hatte, war klar, für den gebürtigen Paderborner war es das erste Pflichtspieltor für die Zebras – in dieser Saison und seit er beim MSV spielt.

Andreas Wiegel, wie sehr haben Sie sich über das Tor gefreut?
Sehr! Ich habe jetzt fast alle Spiele gemacht und habe auch immer wieder gute Chancen gehabt. Ich hoffe, dass jetzt der Knoten geplatzt ist und dass ich jetzt öfter treffe.

Der Knoten scheint bei der gesamten Mannschaft geplatzt zu sein. Nach einer kleinen Durststrecke drehen Sie jetzt wieder auf und fahren die Punkte ein. Waren die Spiele vielleicht auch wichtig für die Entwicklung der Mannschaft, damit alle wissen, was auf dem Spiel steht?
Ja, absolut. Ich denke mal, das war ein bisschen ein kleiner Weckruf und wir sind zur rechten Zeit wieder aufgewacht. Wir sind jetzt seit sechs Monaten Erster und wir versuchen natürlich in jedem Training und Spiel 100 Prozent zu geben. Warum uns das in den zwei Spielen nicht so gut gelungen ist, ist Vergangenheit. Jetzt werden wir an den letzten beiden Spielen weiter anknüpfen und dann kommt auch der dauerhaft Erfolg zurück.

Wie wichtig war der Sieg in Chemnitz?
Sehr, sehr wichtig. Man hat gesehen, es haben viele von oben gegeneinander gespielt, wir konnten ein paar Punkte gut machen. Nach den zwei Niederlagen jetzt wieder zwei Siege in Folge. Jetzt denke ich, hoffe ich, dass wir wieder in die alte Spur gefunden haben.

Ich weiß gar nicht, das wievielte Spiel das jetzt ist, das wir gedreht haben. Das ist Wahnsinn.
Andreas Wiegel

Und Sie haben den Sieg eingeleitet mit dem wichtigen 1:0. Wie haben Sie das Spiel danach erlebt?
Das war so ein bisschen wie eine Achterbahnfahrt. Chemnitz hat nach unserer Führung eigentlich gar nicht mehr vom Spiel gehabt, ein paar Freistöße hatten sie. Bei dem ersten Tor pennen wir dann natürlich ein bisschen, da müssen wir einfach wacher sein. In der zweiten Halbzeit kommen wir auch wieder gut raus und die machen ein bisschen aus dem Nichts das 2:1.

Und der MSV hat danach mal wieder einen Rückstand gedreht…
Ja, was dann wieder passiert, ist einfach unglaublich. Ich weiß gar nicht, das wievielte Spiel das jetzt ist, das wir gedreht haben. Das ist Wahnsinn. Wenn man aber eine so kämpferische Leistung abliefert, dann ist der Sieg im Endeffekt auch verdient.

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