Seit drei Spielen wartet der MSV Duisburg auf einen eigenen Treffer. Das 0:1 zu Hause gegen Wehen Wiesbaden in der dritten Liga offenbarte: Die Ideen fehlen beim Spitzenreiter.

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Toremangel – was Schnellhardt dazu sagt

Christian A. Hoch
13. März 2017, 10:01 Uhr
Foto: firo

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Seit drei Spielen wartet der MSV Duisburg auf einen eigenen Treffer. Das 0:1 zu Hause gegen Wehen Wiesbaden in der dritten Liga offenbarte: Die Ideen fehlen beim Spitzenreiter.

Der Tore- und Ideenmangel tauchte schon an anderer Stelle in der Saison auf. Auch Mittelfeld-Stratege Fabian Schnellhardt gesteht fehlende Kreativität im Spiel gegen Wehen ein: „Wir haben es einfach nicht gut gemacht, hatten keine Mittel gegen einen Gegner, der fast nur in seiner Hälfte stand.“ Zwar steht der MSV immer noch mit sieben Punkten Vorsprung auf einen Nichtaufstiegsplatz an der Tabellenspitze – dennoch wirft dieses Eingeständnis Fragen auf.

Bereits zum neunten Mal in der Saison blieben die Meidericher gegen Wiesbaden ohne einen eigenen Treffer. Auffällig dabei: Bis auf den Halleschen FC und den 1. FC Magdeburg waren es vor allem Teams aus den unteren Tabellenregionen, die die Offensive der Duisburger zum Verzweifeln brachten. „Es ist aber auch frustrierend. Die Mannschaften, die gegen uns spielen, stellen sich einfach nur hinten rein und warten was wir machen – das wird dann teilweise echt schwer“, drückte Schnellhardt die Frustration darüber in Worte aus.

Die destruktive Spielweise eines Gegners kann jedoch nicht alleine ausschlaggebend dafür sein, dass der MSV mit 29 erzielten Treffern die zweitschlechteste Offensive der ersten zehn Teams in der dritten Liga darstellt. Der Elf von Ilia Gruev fehlt es an der Zielstrebigkeit in den entscheidenden Momenten – hinzu kommt eine unzureichende Chancenverwertung. In den Erklärungsversuchen von Schnellhardt schwimmt eine Spur Ratlosigkeit und Ernüchterung mit: „Keine Ahnung, woran es im Moment wirklich liegt.“ Auch sein Trainer wich der Frage nach der fehlenden Spielidee aus – berief sich seinerseits auf die mangelnde Chancenverwertung. Es scheint so, als wisse beim MSV niemand so recht, wie das Offensivproblem in den Griff zu bekommen ist.

Stabile Defensive kaschiert Probleme im Angriff

Bereits von Oktober bis November letzten Jahres hatte der MSV eine noch längere Durststrecke: Vier Spiele in Folge gelang kein eigener Treffer. Sechs Mal spielten die Zebras in dieser Spielzeit bereits 0:0 – die starke Defensive mit gerade einmal 16 kassierten Gegentoren bleibt das Prunkstück. In bislang 26 absolvierten Begegnungen behielten die Duisburger 16 Mal die weiße Weste. Es bleibt jedem selbst überlassen, wie er diese Statistik auslegt. Fakt bleibt letztlich, dass allein selbst erzielte Tore zum Sieg führen können.

„Zum Glück wartet eine englische Woche auf uns, da können wir die Sache ganz schnell drehen. In Kiel erwarten wir einen Gegner, der mitspielen möchte und uns mehr Räume geben wird – das wollen wir ausnutzen“, legt Schnellhardt Hoffnungen in die kommende Begegnung am Dienstag. Das Hinspiel im eigenen Stadion endete übrigens 0:0.

Autor: Christian A. Hoch

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