Den zurückliegenden Samstag, davon dürfen die Fans von Borussia Dortmund ausgehen, würde mit Sicherheit auch Raphael Guerreiro als einen guten Tag einstufen.

BVB

Guerreiro ist genervt von den Leistungsschwankungen

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06. März 2017, 09:32 Uhr
Foto: firo

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Den zurückliegenden Samstag, davon dürfen die Fans von Borussia Dortmund ausgehen, würde mit Sicherheit auch Raphael Guerreiro als einen guten Tag einstufen.

Der BVB gewann gegen Bayer Leverkusen mit 6:2, das Offensivfeuerwerk war ganz nach dem Geschmack der Spieler sowie der Anhänger. Auch wenn die Mannschaft von Trainer Thomas Tuchel in der Bundesligatabelle als Dritter auf einem Platz steht, der in der neuen Saison die direkte Qualifikation für die Champions League mit sich brächte, werden die Leistungen in dieser Spielzeit rund um den Borsigplatz als zu inkonstant empfunden. Das sieht auch Raphael Guerreiro nicht anders. Die Schwankungen in den eigenen Darbietungen stuft der Europameister gegenüber dem Kicker als „sehr frustrierend“ ein.

Der 23 Jahre alte Portugiese hofft vor allem am Mittwoch auf einen guten Tag mit dem BVB, wenn die Borussia im Achtelfinale-Rückspiel der Champions League gegen Benfica Lissabon (20.45 Uhr/live im ZDF) einen 0:1-Rückstand aus dem ersten Vergleich wettmachen muss. Guerreiro weiß genau, dass es dafür trotz zuletzt anhaltend sehenswerter Auftritte der Dortmunder Abteilung Attacke und entsprechenden Ergebnissen keine Garantie gibt. Schließlich verlor der BVB in dieser Saison auch schon gegen das Liga-Schlusslicht SV Darmstadt 98. „Wir sind eine sehr gute Mannschaft, weil wir Real Madrid und anderen Top-Teams die Stirn bieten können“, sagt Guerreiro nun, „aber es gibt eben Tage, an denen wir sehr gut sind, und andere, an denen wir nicht so gut spielen.“ Er rechnet damit, dass seiner Mannschaft die offensive, mutige Spielweise Benficas entgegen kommt, betont aber: „Wir müssen auch den Gegnern die Stirn bieten, die mehr über den Kampf kommen und dazwischenhauen wollen.“

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Der Portugiese mit französischen Wurzeln unterstrich im Kicker auch nochmal die Richtigkeit seiner Entscheidung, 2015 ein Angebot des französischen Spitzenklubs Paris St. Germain ausgeschlagen zu haben und erst nach dem erfolgreichen EM-Sommer 2016 vom FC Lorient für 12 Millionen Euro Ablöse ins Ruhrgebiet gewechselt zu sein. „Auch wenn Paris die nächste Entwicklungsstufe gewesen wäre, glaube ich nicht, dass ich dort viel Spielzeit bekommen hätten“, sagt Guerreiro, „ich wusste, dass ich mich in Dortmund gut entwickeln kann. Ich kannte außerdem die vielen jungen Spieler, die in Dortmund sehr gut geworden sind.“

Sein Karriereplan sähe auf jeden Fall vor, „dass ich hier noch lange bleibe, weil es ein großer Klub ist“. Zumal Guerreiro die Spielweise beim BVB auch sehr entgegen käme: Bei Portugals EM-Coup sei er noch defensiver ausgerichtet gewesen, der Dortmunds offensiver Stil gefalle ihm, „weil wir den Ball haben wollen. Es ist nicht mein Spiel, den Ball nach vorne zu hauen und hinterher zu rennen.“ In der Bundesliga erzielte der 23-Jährige bereits vier Tore und bereitete fünf weitere vor.

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