Das Derby der Frauenfußball-Bundesliga bei der SGS Essen, das mit einem 1:1-Remis endete, sorgt im Rückblick für zufriedene Mienen beim MSV Duisburg.

MSV-Frauen

Es wird jetzt schwerer als im Derby

Thomas Kristaniak
25. Februar 2017, 03:07 Uhr
Foto: MaBoSport

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Das Derby der Frauenfußball-Bundesliga bei der SGS Essen, das mit einem 1:1-Remis endete, sorgt im Rückblick für zufriedene Mienen beim MSV Duisburg.

Für mehr aber auch nicht, wie Trainerin Inka Grings betont: „Wir haben dadurch noch nicht den Abstieg verhindert.“ Auch nach dem ersten Rückrundenspiel beträgt der Vorsprung auf Platz elf weiterhin drei Punkte bei eigener schlechterer Tordifferenz – zumindest theoretisch wäre also bei einer eigenen Niederlage gegen den SC Freiburg (Sonntag, 14 Uhr, PCC-Stadion) das Abrutschen in die Abstiegszone wieder möglich.

Das Hinspiel im Breisgau ist einer der Gründe für das miserable Torverhältnis. Mit 0:5 gingen die Zebras dort baden. Auch in der Folge spielte der Sportclub eine sehr starke Hinrunde und liegt aktuell als Vierter sogar vor Altmeister 1. FFC Frankfurt – für Inka Grings Anlass genug, um zu mahnen: „Bei allem Respekt vor Essen müssen wir gegen Freiburg auf jeden Fall noch einmal eine Schüppe drauflegen.“ Vor allem der Angriff der Gäste mit Lina Magull, Lena Petermann und Hasret Kayikci, die einst gemeinsam mit der MSV-Trainerin im Trikot des FCR 2001 den Uefa-Cup gewann, stellt eine Klasse für sich dar. Nur Frankfurt und Spitzenreiter Potsdam haben bislang öfter getroffen.
Mit den 22 SCF-Toren kann der MSV nicht einmal ansatzweise mithalten. Hier stehen bislang gerade einmal acht auf dem Konto – und die beste Schützin droht nun auch noch auszufallen. Lara Heß, die mit dem Führungstreffer in Essen zum dritten Mal in dieser Saison zuschlug, schied kurze Zeit später verletzt aus und muss als Folge daraus jetzt um ihren Einsatz bangen. Auch Zsófia Rácz hatte mit Nachwirkungen aus dem Derby zu kämpfen. Sie machte unliebsame Bekanntschaft mit der robusten Ex-Duisburgerin Charline Hartmann und musste in dieser Woche ihre daraus resultierenden Blessuren auskurieren.

Wenn die in der Innenverteidigung neben Virginia Kirchberger aufgebotene ungarische Nationalspielerin nicht auflaufen kann, müsste Rahel Kiwic wohl wieder nach hinten rücken. Die Kapitänin hatte zuletzt gemeinsam mit Paula Radtke das Angriffsduo der Zebras gebildet. „Grundsätzlich wollen wir weiter so agieren“, sagt Inka Grings, die aber gleichzeitig auf die Flexibilität der Schweizerin großen Wert legt.
Wichtig sei es, so die Trainerin, eigene Ballverluste zu vermeiden und das Umschaltspiel der Gäste zu unterbinden: „Vor allem wollen wir aber vor eigenem Publikum den Kampf annehmen.“

Autor: Thomas Kristaniak

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