Zweitligist VfL Bochum bestreitet am Samstag das letzte Spiel der Winter-Vorbereitung. Personelle Probleme gibt es auf den Außenverteidiger-Positionen.

VfL Bochum

Generalprobe bei Drittligist Preußen Münster

Michael Eckardt
21. Januar 2017, 05:37 Uhr
Foto: Firo

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Zweitligist VfL Bochum bestreitet am Samstag das letzte Spiel der Winter-Vorbereitung. Personelle Probleme gibt es auf den Außenverteidiger-Positionen.

Der SC Preußen Münster ist im Laufe der letzten Jahre dem VfL Bochum ein vertrauter Sparringspartner geworden. Sieben Mal traten die beiden Traditionsklubs in den letzten zehn Jahren gegeneinander an - allerdings handelte es sich ausschließlich um freundschaftliche Vergleiche zu Testzwecken, denn Liga-Gefährten waren sie nie. Am heutigen Samstag folgt Partie Nummer acht.

Das Spiel im Preußen-Stadion an der Hammer Straße (14 Uhr) beschließt das Vorbereitungsprogramm der beiden Klubs. Während der Drittligist, der verheerend in die Saison gestartet war und nun auf den großen Erfahrungsschatz von Benno Möhlmann setzt, am kommenden Wochenende gegen Osnabrück in die Punkterunde einsteigt, holen sich die Bochumer den letzten Schliff für ihren Auftritt am Freitag in Berlin an der Alten Försterei.

Wenn der VfL beim Tabellenfünften Union antritt, dann wird Timo Perthel wegen seiner Rot-Sperre fehlen. Aber schon in Münster wird man Perthel nicht erleben, der Linksverteidiger musste gestern wegen

Rückenbeschwerden das Training sausen lassen. Sicher nicht vertreten wird Perthel diesmal Nico Rieble. Die Leihgabe aus Hoffenheim konnte auch nicht das komplette Training bestreiten und sagte: „Ich habe Probleme mit dem Hüftbeuger und bin für das Spiel morgen raus.“

Damit ergibt sich die Variante, die VfL-Trainer Gertjan Verbeek ohnehin ausprobieren wollte, quasi natürlich. Felix Bastians wird nämlich nun links verteidigen, zumal es auch Maxim Leitsch, gerade erst zum Profi „geschlagen“, im Rücken zwickt. Auch der 18-jährige Defensiv-Spieler, der sowohl innen wie außen verteidigen kann, wird geschont.

Die Bochumer Viererabwehr-Kette wird also wie folgt aussehen: Gyamerah, Fabian, Hoogland, Bastians. Diese Formation wollte Verbeek ja bereits in Leverkusen testen, aber Hooglands Patellasehnen-Beschwerden machten einen Strich durch diese Rechnung. Als Alternative für die rechte Außenposition und die Innenverteidigung steht inzwischen wieder Pawel Dawidowicz bereit. Und sogar Neuling Vitaly Janelt könnte schon in Münster eine Rolle spielen. Gestern gab Janelt, der in Leipzig hauptsächlich im defensiven Mittelfeld gespielt hat, den linken Außenverteidiger - in der Bochumer B-Formation.

Janelt machte das gut, wie auch seine Nebenleute. Und Gertjan Verbeek war am Ende gar nicht erfreut darüber, dass die junge B-Auswahl der Stammelf eine lange Nase drehte und das Trainingsspiel deutlich gewann. Wobei auch Evangelos Pavlidis als Torschütze eine Rolle spielte.

Der junge Grieche hat offensichtlich prompt auf den Wink mit dem Zaunpfahl reagiert und aufs Gaspedal gedrückt, um wieder mit den Profis trainieren zu dürfen.

Das bislang letzte Aufeinandertreffen mit den Preußen im November 2015 endete übrigens torlos. Und in der Sommervorbereitung fielen zwar Tore, einen Sieger gab es aber beim damaligen 2:2 dennoch nicht.

Autor: Michael Eckardt

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