Eine offenbar fälschlich erteilte Spielberechtigung sorgt für Ärger in der Landesliga 3. Der SV Sodingen fühlt sich verschaukelt.

SV Sodingen

Falsche Spielberechtigung sorgt für Ärger

Vanessa Machelett
20. Januar 2017, 22:01 Uhr
Foto: Elmar Redemann

Foto: Elmar Redemann

Eine offenbar fälschlich erteilte Spielberechtigung sorgt für Ärger in der Landesliga 3. Der SV Sodingen fühlt sich verschaukelt.

Begonnen hat alles am 21. August 2016. Saisonstart in der Landesliga Westfalen 3. Zweiter Spieltag. Der SV Sodingen muss gegen den CSV Bochum-Linden ran und verliert das Spiel mit 0:3. Das Ergebnis wurde zu einer Randnotiz.

Im Nachgang der Partie wurde der Spieler Robin Stetzka vom CSV Linden gesperrt. Der Grund: Angeblich hatte er keine wirksame Spielberechtigung. Bei Stetzka handelt es sich um einen Neuzugang des inzwischen nicht mehr bestehenden Vereins SC Post Altenbochum. Ein ganze normaler Transfer - sollte man meinen. Ein Vorgang, der in jeder Transferperiode üblich ist. Die Spieler wechseln von einem Verein zum anderen. Sie melden sich ab und bei ihrem neuen Klub wieder an. Ein Vorgang, den die Spieler im Schlaf beherrschen. Oder eben auch nicht. Denn statt sich regelkonform vom neuen Fusionsklub FC Altenbochum abzumelden, hat der Spieler dies über seinen alten Verein getan. Die Spielberechtigung wurde daher fälschlicherweise erteilt.

Ein Umstand, der nun Konsequenzen haben wird. Im Juristendeutsch ist der Unterschied zwischen irrtümlich und fälschlich ein großer. Der Spieler des CSV Linden war streng genommen eben doch nicht spielberechtigt.

Der sportlich geschlagene SV Sodingen hatte Protest eingelegt. „Die Situation musste geprüft werden. Dass die Geschichte aber so für uns endet, haben wir nicht gedacht“, betont Sodingens Sportliche Leiter Tim Eibold.

Denn der Versuch des Vereins, durch den Einspruch zumindest ein Wiederholungsspiel zu erlangen, ging nach hinten los. Das Verfahren wurde vor Gericht zu den Akten gelegt und der SV Sodingen ging leer aus. Die Spielwertung blieb bestehen. Keine Punkte und auch kein Wiederholungsspiel. Die Tatsache, dass die Spieler wegen einer offenbar fälschlich erteilten Spielberechtigung doch spielberechtigt waren, lässt die Enttäuschung wachsen, auch bei Eibold: „Wir fühlen uns benachteiligt“, sagt er.

Jetzt wird durch einen Anwalt für Sportrecht geprüft, ob es Sinn macht, eine Instanz höher zu ziehen. Dann würde der SV sein Glück vor dem Westdeutschen Fußballverband versuchen.

Autor: Vanessa Machelett

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