Schon seit Wochen pfiffen es die Spatzen von den Dächern: Andreas Golombek wird am Saisonende den SC Verl verlassen. Seit Montagnachmittag ist es offiziell.

SC Verl

Golombek ist bereit für die 3. Liga

Krystian Wozniak
17. Januar 2017, 12:17 Uhr
Foto: Thorsten Tillmann

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Schon seit Wochen pfiffen es die Spatzen von den Dächern: Andreas Golombek wird am Saisonende den SC Verl verlassen. Seit Montagnachmittag ist es offiziell.

"Golos" Vertrag in Verl wird nicht verlängert. "Sowohl der SC Verl als auch Andreas Golombek wollen sich neu orientieren", erklärt SCV-Präsident Raimund Bertels. Während die Golombek-Nachfolge mit Guerino Capretti geklärt ist, weiß der 48-jährige angehende Fußballehrer noch nicht, wohin sein Weg führen wird. RevierSport sprach mit dem Ex-Profi, der seit dreieinhalb Jahren Trainer des Sportclub Verl ist.

Andreas Golombek, sind Sie enttäuscht, dass der SC Verl Ihren Vertrag nicht verlängern wird?
Nein, überhaupt nicht. Das ist alles ganz sauber abgelaufen. Raimund Bertels und ich haben ein ehrliches Gespräch geführt, jeder hat seine Ansichten erläutert und das ist dabei herausgekommen. Der SC Verl will sich neu orientieren und ich will mich als angehender Fußballlehrer auch verbessern und nicht immer nur um den Klassenerhalt in der Regionalliga spielen.

Im Sommer wären Sie vier Jahre in Verl. Wie fällt - Stand heute - Ihre Bilanz in Verl aus?
Äußerst positiv! Das hat mir auch Raimund Bertels bestätigt. Ich glaube, dass ich hier mit sehr überschaubaren finanziellen Mitteln gute Arbeit leiste. So selbstbewusst muss man sein. Der SC Verl hat mit den kleinsten Etat der Liga und wir haben es immer wieder geschafft nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben. Nur in diesem Jahr ist es etwas enger. Aber auch das werden wir meistern. Da bin ich mir ganz sicher. Ich habe in jedem Jahr meinen besten Torjäger verloren. Mal ist Philip Semlits gegangen, dann Simon Engelmann und im letzten Sommer Hamadi Al Ghaddioui. Trotzdem sind wir wieder aufgestanden und haben eine gute Mannschaft auf die Beine gestellt. Der aktuelle Kader ist gefühlt die jüngste Mannschaft, die der SC Verl überhaupt in der Regionalliga hatte. Leute wie Patrick Choroba, Jan-Lukas Liehr oder Haralambos Makridis spielen eine große Rolle in der Mannschaft. Ich habe auch bewiesen, dass ich junge Leute weiterentwickeln kann. Letztendlich kann ich mir nichts vorwerfen. Es war eine schöne Zeit in Verl. Im Sommer will ich mich mit dem Klassenerhalt von der Poststraße verabschieden.

Wohin wird Ihr Weg führen?
In der Vergangenheit gab es schon die ein oder andere lose Anfrage aus dem Profibereich und von ambitionierten Regionalligisten. Denn Vereine wie Alemannia Aachen oder Rot-Weiss Essen sind für mich keine Regionalligisten, sondern absolute Profivereine, die bei mir die gleiche Wertschätzung wie ein Zweit- oder Drittligist genießen. Doch bevor es zu ernsten Gesprächen kommen konnte, scheiterte es bereits früh, weil ich nicht im Besitz des Fußballlehrers war. Im März wird sich das ändern. Ich bin bereit für den Profifußball. Ich bin ein positiv verrückter Trainer und hoffe auf eine Chance - am liebsten in der 3. Liga. Wenn ein Bundesligist anklopfen sollte, dann werde ich mich mit dieser Anfrage auch auseinandersetzen (lacht).

Autor: Krystian Wozniak

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