Der VfL Bochum tritt am Samstag beim FC St. Pauli an. Gegen die Hamburger hatte sich Patrick Fabian im April zum fünften Mal das Kreuzband gerissen. Nun könnte er zurückkehren.

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Kapitän Patrick Fabian könnte in den Kader rücken

Ralf Ritter
15. Dezember 2016, 21:15 Uhr
Foto: Firo

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Der VfL Bochum tritt am Samstag beim FC St. Pauli an. Gegen die Hamburger hatte sich Patrick Fabian im April zum fünften Mal das Kreuzband gerissen. Nun könnte er zurückkehren.

Es ist ein reizvolles Duell, das die 2. Bundesliga dem VfL Bochum und seinen Fans zum Abschluss des Jahres beschert. Kurz vor dem vierten Advent gastiert das Team von Trainer Gertjan Verbeek am Samstag (13 Uhr) beim FC St. Pauli. Beide Traditionsklubs könnten zum Abschluss der Hinrunde tabellarisch einen guten Schritt machen.

Dies gilt insbesondere für das Team von Ewald Lienen. Beim FC St. Pauli wird ja das etwas andere Image gepflegt, langes Festhalten an Trainern gehörte bisher nicht dazu. Bei Lienen ist das anders. Der ebenfalls kultige Coach durfte trotz der großen Sorgen und vieler Pleiten bleiben. Und am vergangenen Sonntag gab es vielleicht den Befreiungsschlag, der 2:0-Erfolg in Fürth soll Fesseln gelöst haben. Erstmals nach zuvor vier Partien erzielte St. Pauli in Person von Aziz Bouhadouzz und Cenk Sahin, der gegen den VfL allerdings fehlen wird (fünfte Gelbe Karte).

Lienen-Elf zweimal ohne Gegentor

Und: Zum zweiten Mal in Folge blieb Pauli nach dem 0:0 gegen Kaiserslautern ohne Gegentor. Und hat damit die Chance, den letzten Tabellenplatz zu verlassen. Gewinnen die Hamburger und verlieren Aue und Karlsruhe, wäre Platz 16 sicher. „Sie werden bissig sein ohne Ende“, sagt denn auch VfL-Coach Verbeek.

Und fordert naturgemäß das gleiche von seinem Team ein. In Bielefeld (0:1) traf dies ja nicht auf alle Profis zu, gegen München 1860 folgte ein Sieg der Leidenschaft. Diesen Willen sollte Bochum nun auch auswärts auf den Rasen bringen. Im Erfolgsfall könnte der VfL bei optimalem Verlauf, wenn Sandhausen verliert in Hannover und Nürnberg nicht gewinnt gegen Kaiserslautern, den zweistelligen Tabellenplatz verlassen und auf Rang neun überwintern.

In jedem Fall hätte der VfL dann mit 24 Zählern genauso viele Punkte gesammelt wie in der Hinrunde der Vorsaison - trotz der vielen Verletzten und Ausfälle.

Auch im 17. Spiel der Saison wird Verbeek wieder umstellen müssen. Am Millerntor kehrt Tim Hoogland in die Innenverteidigung zurück, Anthony Losilla spielt auf der Sechs für Russell Canouse (Bank). Noch offen ist die Position des linken Innenverteidigers, da Maxim Leitsch nach seinem geglückten Debüt gegen München definitiv ausfällt (krank). Im Training testete Verbeek gestern Linksverteidiger Timo Perthel. Dann würde Nico Rieble den Part ganz links übernehmen. Auch Rieble aber könnte neben Hoogland spielen und Perthel außen bleiben.

Eine Überraschung kündigt der Trainer an

Im Kader kündigte Verbeek zudem „vielleicht eine Überraschung“ an. Das könnte Patrick Fabian sein. Der Kapitän trainiert seit Wochen mit. Es wäre ein Comeback zur rechten Zeit: Beim letzten Auftritt in St. Pauli, dem 0:2 Mitte April, hatte sich Fabian einen Kreuzbandriss zugezogen.

Autor: Ralf Ritter

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