Die SpVg Schonnebeck konnte im Heimspiel gegen den Cronenberger SC die Tabellenführung verteidigen. Der Weg zum 3:1-Sieg war aber schwer.

Oberliga NR

Schonnebeck trotzt der Doppelbestrafung

Nico Jung
11. Dezember 2016, 20:04 Uhr
Foto: Thorsten Tillmann

Foto: Thorsten Tillmann

Die SpVg Schonnebeck konnte im Heimspiel gegen den Cronenberger SC die Tabellenführung verteidigen. Der Weg zum 3:1-Sieg war aber schwer.

Mit einer halben Stunde Verspätung wurde die Partie am Schetters Busch vor 229 Zuschauern am Sonntag angepfiffen, weil es beim A-Jugend-Spiel vorher Verzögerungen gab. Dann starteten die Gastgeber, wie Trainer Dirk Tönnies nach dem Spiel sagte, "wie gemalt." Die Essener waren die bessere Mannschaft und gingen in der 20. Minute durch Thomas Denker verdient in Führung.

Es sah alles danach aus, als würde der Favorit einen klaren Sieg einfahren, doch dann rückte plötzlich der Schiedsrichter in den Mittelpunkt. Als Schonnebecks Torwart Andre Bley eine Flanke abfangen wollte, wurde er behindert, ließ den Ball fallen und faustete ihn im Nachsetzen nach außen. Dabei kam sein Gegenspieler zu Fall.

Schiedsrichter Thomas Dickmann zeigte plötzlich auf den Punkt und zeigte Bley eine deutlich zu harte Rote Karte. Marvin Mühlhause verwandelte den Strafstoß zum Ausgleich. Das Spiel schien zu kippen, aber der Tabellenführer steckte nicht auf, drückte weiter und erzielte abermals durch Denker die erneute Führung. Zehn Minuten vor Schluss machte der eingewechselte Georgios Ketsatis dann den Deckel drauf.

Von Cronenberg kam trotz Überzahl zu wenig. Die Mannschaft von Peter Radojewski konnte sich kaum Möglichkeiten erarbeiten. Deshalb war der Trainer nach dem Spiel enttäuscht von der Leistung seines Teams: "Wir haben eine Riesenchance verpasst, dem Tabellenführer ein Bein zu stellen. So einfach, wie diesmal, war es schon lange nicht mehr. Ich hatte das Gefühl, dass die Spieler Angst hatten, die Initiative zu ergreifen. Hier ohne Punkt wegzugehen, ist schon sehr schlecht. Wir waren zu passiv und zu wenig zielstrebig."

Sein Kollege Dirk Tönnies war zurecht stolz auf die Leistung seiner Mannen in Unterzahl, auch wenn er mit einigen Entscheidungen des Schiedsrichters haderte: "Es ist eine Katastrophe, dass ein Schiedsrichter so einen Einfluss auf das Spiel nimmt. Der junge Mann sollte sich fragen, ob er mit dem richtigen Bein aufgestanden ist."

Schonnebeck bleibt mit einem Spiel Vorsprung Tabellenführer der Oberliga Niederrhein vor dem KFC Uerdingen. Cronenberg ist hingegen auf den ersten Abstiegsplatz abgerutscht.

Autor: Nico Jung

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