Vom Spiel gegen Real Madrid kann der BVB fast nur profitieren – solange er sich nicht so anstellt wie Gladbach. Ein Kommentar.

Kommentar

Warum der BVB gegen Real fast nur gewinnen kann

Sebastian Weßling
07. Dezember 2016, 11:38 Uhr
Foto: firo

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Vom Spiel gegen Real Madrid kann der BVB fast nur profitieren – solange er sich nicht so anstellt wie Gladbach. Ein Kommentar.

Arsenal oder Paris Saint-Germain? Barcelona oder Manchester City? Atletico Madrid oder Bayern München? Es ist nicht so leicht, zu entscheiden, wen man lieber als Gegner hätte, wer der vermeintlich einfachere Gegner im Achtelfinale wäre. Für Borussia Dortmund also wäre es alles andere als eine Katastrophe, sollte man den Gruppensieg im letzten Spiel bei Real Madrid (Mittwoch, 20.45 Uhr/live in unserem Ticker) noch aus der Hand geben. Gruppenerster zu werden, mag einen kleinen Vorteil bei der Auslosung geben, sicher ist das aber nicht.

Für den BVB ergibt sich so eine entspannte Konstellation: Er kann in der flirrenden Atmosphäre des Bernabeu-Stadions ohne jeden Druck aufspielen. Für die vielen jungen Spieler, die inzwischen elementare Stützen dieser Mannschaft sind, sind solche Erfahrungen durch nichts aufzuwiegen. Vor allem dann, wenn man wie im Hinspiel sieht, dass man mithalten kann mit den Größten des Weltfußballs. Das gibt jedem einzelnen Spieler Selbstvertrauen, das erleichtert das Zusammenwachsen dieser neuformierten Mannschaft, das stärkt das Vertrauen in die Pläne des Trainers.

Und auch aus einer Niederlage lassen sich wertvolle Erfahrungen mitnehmen: Wo es eben noch fehlt im Vergleich mit der absoluten Spitze, was man besser machen muss, individuell und als Mannschaft. Ein Trainer kann das hundertmal an der Taktiktafel erklären – es selbst auf dem Feld zu erleben, ist immer noch einmal etwas ganz Anderes.

Der BVB kann also fast nur gewinnen – es sei denn, er lässt sich von Madrid überrollen. Denn eine deutliche Klatsche knackst das Selbstbewusstsein an. Egal, ob es gegen eine der besten Mannschaften der Welt passiert, egal ob es tabellarisch ohne den ganz großen Wert ist. Ein 0:4 wie Gladbach in Barcelona sollte man sich also zumindest nicht erlauben.

Autor: Sebastian Weßling

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