Der MSV Duisburg muss am kommenden Samstag (14 Uhr) im Volksbank Stadion beim FSV Frankfurt eine schwierige Aufgabe lösen.

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Beste Offensive trifft auf stabilste Defensive

17. November 2016, 21:04 Uhr
Foto: firo

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Der MSV Duisburg muss am kommenden Samstag (14 Uhr) im Volksbank Stadion beim FSV Frankfurt eine schwierige Aufgabe lösen.

14 Spiele, 14 erzielte Tore – ein Tor pro Spiel also. Zu wenig, um in den vordersten Regionen der Dritten Liga mitzuspielen würden wohl viele sagen. Ilia Gruev, Trainer des MSV Duisburg, ist keiner von denen. Und der Bulgare hat, bei einem objektiven Blick auf das Tableau, nicht unrecht. Immerhin kommen die Zebras mit eben jener Torausbeute weiterhin als Spitzenreiter daher.

Allerdings wird der maximale Meidericher Minimalismus von den Akteuren momentan zu sehr gelebt. Drei Ligaspiele ohne einen eigenen Torerfolg stehen mittlerweile zu Buche. Um den Platz an der Sonne nicht zu gefährden, sollten die Ladehemmungen möglichst schon in der nächsten Partie beim FSV Frankfurt (Samstag, 14 Uhr) überwunden werden. Dass diese Aufgabe alles andere als leicht wird, weiß auch Gruev – immerhin sind die Hessen das Team der Stunde. Aus den letzten acht Spielen sammelte die Elf von Roland Vrabec ganze 18 Punkte und verlor keine einzige Begegnung. Das Kuriose dabei: Der MSV verdankt den Frankfurtern sogar die Tabellenführung. Denn nur durch das Remis des FSV an der Bremer Brücke in Osnabrück (1:1) durften die Zebras die Spitzenposition auch über die Länderspielpause inne halten.

Das Toreschießen klappte im Niederrheinpokal gegen TuRU Düsseldorf (6:0) schon ganz gut. Mit Kingsley Onuegbu, Stanislav Iljutcenko und Simon Brandstetter knipsten drei der vier etatmäßigen Stürmer des MSV am Flinger Broich. Wobei der Oberligist natürlich nicht als Maßstab her halten sollte. Dennoch soll es für die Offensivkräfte der Meidericher so weitergehen. Vor allem Onuegbu und Iljutcenko dürften noch gute Erinnerungen an den FSV Frankfurt haben. Denn in der letzten Saison, damals duellierten sich die beiden Teams noch eine Spielklasse höher, trugen beide jeweils einen wichtigen Treffer zum finalen 3:3-Unentschieden im Volksbank Stadion bei. Nur allzu gerne würden sie dies am kommenden Samstag wiederholen. Das Problem daran: Das Duo spielt momentan die zweite Geige. Trainer Gruev vertraut in der Liga Brandstetter und Zlatko Janjic. Ob dies in Frankfurt genauso sein wird, ließ der 47-Jährige noch offen. Denn bei Iljutcenko sei nicht mal klar, ob er überhaupt mit nach Hessen reisen könne. Der Stürmer ist am Mittwoch beim Training mit dem Fuß umgeknickt. Wie schwer die Bänder im Sprunggelenk betroffen sind sei noch unklar.

Doch nicht nur die Frage nach dem geeigneten Stürmer-Paar wird den Bulgaren die kommenden Tage beschäftigen. Denn mit Fabian Schnellhardt fällt gegen den FSV zum letzten Mal der Schlüsselspieler im Mittelfeld auf Grund einer Rotsperre aus. Enis Hajri wird dieses Lücke definitiv nicht füllen. Der Defensivmann laboriert an einer Schleimbeutelentzündung. In den vergangenen beiden Partien versuchte sich Martin Dausch an der Aufgabe, den Mittelfeld-Motor zu ersetzen – mit mäßigem Erfolg. Auch Baris Özbek konnte im Heimspiel gegen Halle nicht vollends überzeugen. Dass die beiden zusammen auflaufen werden, kann nahezu ausgeschlossen werden, da mit Tim Albutat der etatmäßige Sechser wieder zur Verfügung steht.

Vor dem Spiel in Hessen ist dem MSV-Coach eines besonders wichtig: Der Knoten soll zwar platzen, die Stabilität aber unter keinen Umständen verloren gehen. Denn mit dem FSV Frankfurt wartet der beste Angriff der Liga auf die Zebras. Die beste Offensive gegen die sattelfesteste Defensive – Ilia Gruev ist von der Qualität seiner Mannschaft überzeugt. Frei nach dem Motto: Die Offensive gewinnt Spiele, die Defensive holt Meisterschaften.

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