Der Wuppertaler SV spielt bis dato eine richtig gute Regionalliga-Saison. Der Aufsteiger gehört neben dem Bonner SC zu den Überraschungsmannschaften.

Wuppertaler SV

Mittelfeldspieler will in die 3. Liga

Krystian Wozniak
09. November 2016, 12:59 Uhr
Foto: RS-Foto

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Der Wuppertaler SV spielt bis dato eine richtig gute Regionalliga-Saison. Der Aufsteiger gehört neben dem Bonner SC zu den Überraschungsmannschaften.

Doch es läuft nicht nur gut für die gesamte Mannschaft, auch einzelne Akteure haben sich ins Rampenlicht gespielt. Einer davon ist Enes Topal. Der 21-Jährige gehörte an den ersten vier Spieltagen noch aus Leistungsgründen nicht zum Kader. Topals Spielzeit 16/17 begann erst am 5. Spieltag - und wie: Beim 4:0-Erfolg gegen Rot Weiss Ahlen schnürte der offensive Mittelfeldspieler einen Doppelpack. Fortan war er - bis auf zwei Spiele - aus der Startelf des WSV nicht mehr wegzudenken. In den letzten fünf Begegnungen verpasste Topal keine einzige Minute. "Es läuft sehr gut. Wir spielen als Mannschaft ordentlich und ich trage meinen Teil dazu bei. So macht das Spaß", sagt der gebürtige Wuppertaler.

Im Juli 2011 wechselte Topal als Torschützenkönig aus der U17 des SC Velbert zum Wuppertaler SV. Dabei wäre er fast beim KFC Uerdingen gelandet. Mit den Krefeldern war sich der Flügelflitzer schon einig. "Ich musste am nächsten Tag nur noch den Vertrag unterschreiben", erinnert sich Topal. Sein plötzlicher Sinneswandel hatte einen Grund: Wuppertaler SV. "Plötzlich meldete sich der WSV und dann ging alles ganz schnell. Ich habe dem KFC abgesagt und hier zugesagt. Als Wuppertaler Junge wollte ich schon immer für diesen geilen Klub spielen", erklärt der ehemalige Velberter. Mittlerweile spielt er schon fünf Jahre an der Hubertusallee. Einen Abstecher gab es jedoch. Im Sommer 2014 wechselte Topal zur Reserve des Bundesligisten Borussia Mönchengladbach. Doch bei der U23 des Fohlen konnte sich Topal, der für die Borussia nur zwei Pflichtspiel-Einsätze verbuchte, nicht durchsetzen. "Es war sehr schwer für mich, aber trotzdem eine lehrreiche Zeit. Vor allem das taktische Verständnis von Trainer Andre Schubert hat mich sehr geprägt und beeindruckt. Ich habe noch heute einen guten Draht zur Gladbacher Mannschaft. Ich freue mich auf das Wiedersehen", sagt Topal.

Am Samstag (14 Uhr) gastiert Mönchengladbach nämlich im Stadion am Zoo. Während sich die WSV-Verantwortlichen um Trainer Stefan Vollmerhausen und Manager Manuel Bölstler in Sachen Zielsetzung stets zurückhaltend geben und "nur" vom Klassenerhalt sprechen, ist Topal da etwas offensiver: "Wir haben schon einen guten Vorsprung auf die unteren Ränge. Es ist schon cool zu sehen, wie wir vor Mannschaften wie Essen, Aachen oder Oberhausen stehen, die viel mehr Geld zu Verfügung haben. Wir wollen da oben bleiben und die Mannschaften ärgern. Das gelingt uns zur Zeit sehr gut."

Auf die sehr guten Leistungen will auch Topal weiter aufbauen. Denn die Regionalliga soll für den Fan von Arsenal-Star Alexis Sanchez (O-Ton Topal: "Er ist auch von unten gekommen und hat sich nach oben gekämpft) nur eine Durchgangsstation sein. "Ich war in der Oberliga Stammspieler und Leistungsträger, jetzt bin ich auch ein wichtiger Spieler in der Regionalliga. Ich will den nächsten Schritt machen", sagt er selbstbewusst. Topals Vertrag in Wuppertal läuft am Saisonende aus. Das bedeutet jedoch nicht, dass er den WSV definitv verlassen wird: "Ich fühle mich hier sehr wohl. Die Mannschaft, der Trainer, die Fans - alles passt. Sollte aber ein Drittligist anklopfen, dann müsste ich sehr gut überlegen, was das Richtige für mich ist."

Autor: Krystian Wozniak

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