Die Sensation des Westfalenliga-Spieltags! Spitzenreiter SC Westfalia Herne musste eine 1:6-Niederlage gegen das Kellerkind SV Horst-Emscher hinnehmen.

Horst-Emscher blamiert Herne

Knappmann gibt sich die Schuld

Arthur Makiela
06. November 2016, 19:36 Uhr
Foto: Arthur Makiela

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Die Sensation des Westfalenliga-Spieltags! Spitzenreiter SC Westfalia Herne musste eine 1:6-Niederlage gegen das Kellerkind SV Horst-Emscher hinnehmen.

Nach dem Abpfiff mussten die SCW-Spieler die Laufschuhe holen und Strafrunden im Stadion am Schloss Strünkede drehen. Dabei suchte Trainer Christian Knappmann das Gespräch mit den Spielern. Die 1:6-Klatsche vor 350 Zuschauern saß tief. Es war die erste Heimniederlage seit fast einem Jahr – im Dezember gab es gegen den FC Brünninghausen ein 1:3. „Das war einfach nur blamabel“, sagte 'Knappi' nach Worten ringend. „Das Schlimme ist, die Niederlage wirkt nun so, als ob wir den Gegner nicht ernst genommen hätten." In der Woche habe sich das Team bestens vorbereitet. Die Schlüsselspieler seien extra angesprochen worden. Seyit Ersoy stand groß auf der Taktiktafel.

Dennoch konnten die Herner nicht verhindern, dass der kleine Angreifer einen Viererpack schnürte (15.,31.,62.,87). Er alleine schoss den Tabellenführer ab. Das beste Offensivteam der Liga war in der Offensive ganz schwach. Selbst den 1:0-Führungstreffer erzielte der Gegner – es war ein Eigentor von Chris-Nico Lantermann (6.). In der Folge konterte das Team von Jörg Krempicki den Gastgeber aus und war eiskalt vor dem Tor. „Der Matchplan ist perfekt aufgegangen“, betonte der SV-Coach: „Wir haben nicht so defensiv gespielt wie womöglich erwartet.“

Sein Team wollte sich unbedingt nicht hinten reindrängen lassen. Sie ließen hinten wenig zugelassen und vorne nutzten die Chancen fast alle perfekt. „Herne ist an ihrer Arroganz erstickt“, resümierte Krempicki: „Wir haben unsere Qualität bestätigt, allerdings haben wir ein Charakterproblem“. Die Mannschaft spiele nur gegen die Topteams konzentriert. Für Ihn steht fest: „So spielt kein Absteiger“.

„Schlag ins Gesicht“

Hernes Linienchef war mehr als bedient, nahm die Klatsche auf seine Kappe: „Christian Knappmann hat die Partie verloren“. Ein Spieler bringt ihn besonders auf die Palme: Top-Torjäger Fatmir Ferati, den er unterhalb der Woche vor dem Team gelobt hat. „Ich habe anscheinend zu viel an die Qualität von Ferati vertraut“. Besonders die Leistung in der ersten Hälfte macht Knappmann sauer: „Was er die ersten 30 Minuten gespielt hat, war ein Schlag in mein Gesicht“.

Durch die Niederlage hat Herne nun nur noch zwei Zähler Vorsprung auf Verfolger DJK TuS Hordel. Horst-Emscher verlässt durch den Dreier die Abstiegsplätze.

Autor: Arthur Makiela

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