Rot-Weiss Essen hat durch ein 2:2 den ersten Derbysieg gegen RWO seit vier Jahren knapp verpasst.

RWO - RWE

Oberhausen mit Last-Minute-Ausgleich

Maximilian Villis
06. November 2016, 18:44 Uhr
Foto: Micha Korb

Foto: Micha Korb

Rot-Weiss Essen hat durch ein 2:2 den ersten Derbysieg gegen RWO seit vier Jahren knapp verpasst.

Rot-Weiss Essen erwischte vor 5573 Zuschauern im Stadion Niederrhein den besseren Start. Kevin Grund kam bereits nach wenigen Minuten zum Abschluss, sein Schuss wurde aber geblockt. RWO brauchte einige Minuten um in die Partie zu finden. Die erste gute Chance ließ knapp acht Minuten auf sich warten, Simon Engelmann zog ab, aber Niclas Heimann im RWE-Tor konnte den Schuss parieren. Beide Teams waren nicht darauf bedacht sich abzutasten, sondern spielten vielmehr direkt nach vorne.

Nach dreizehn Minuten zappelte der Ball dann auch das erste Mal im Netz. Simon Engelmann stand nach einem Zuspiel von Arnold Budimbu jedoch knapp im Abseits. Die größte Chance der Anfangsphase bot sich aber den Essenern in Person von Kamil Bednarski, der in die Startelf rückte. Nach einer Grund-Flanke kam der RWE-Stürmer mit dem Kopf an die Kugel, Udegbe konnte den Ball mit einem starken Reflex entschärfen (16.). Oberhausen versuchte es immer wieder mit schnellen Gegenstößen über Budimbu, was häufig für Gefahr für die Essener Abwehrreihe sorgte. So entwickelte sich in den ersten 20 Minuten ein offener Schlagabtausch zweier offensiv ausgerichteter Mannschaften.
Gleichzeitig standen beide Teams zudem auch hinten kompakt, sodass es im Sechzehner zwar gefährlich wurde, ohne dass dabei aber die ganz großen Hochkaräter heraussprangen.

Nachdem die Partie etwas verflachte, meldete sich Oberhausen mit einer Offensivaktion zurück. Garcia kam auf der rechten Seite zum Abschluss, sein Versuch ging aber ein gutes Stück über den Kasten von Niclas Heimann (30.). Sieben Minuten später war es dann so weit. Nach einem Freistoß von Tim Hermes war Patrick Bauder zur Stelle und köpfte zur 1:0-Führung für den Gastgeber ein (37.). RWE steckte nicht auf, Grund kam fünf Minuten vor dem Halbzeitpfiff zum Abschluss aus knapp sechzehn Metern, der Ball ging dabei nur knapp am RWO-Tor vorbei. Kurz vor der Pause hatte Engelmann die große Chance auf 2:0 zu erhöhen, sein Schuss wurde in höchster Not noch von der RWE-Abwehr über das Tor gelenkt (45.).

Nach dem Seitenwechsel sorgte Benjamin Baier für eine Schrecksekunde, als er nach einem Zusammenstoß benommen liegen blieb. Für den RWE-Kapitän ging es aber weiter. Viele Offensivszenen kamen auf beiden Seiten zunächst nicht zustande. Die erste Torchance gab es dann für die Essener. Bednarski zog aus knapp 13 Metern ab, allerdings direkt auf Udegbe, der keine Probleme hatte die Kugel zu entschärfen (58.). Kurz darauf machte er es besser. Nach einer Ecke landete der Ball auf Bednarskis Fuß, der aus kurzer Distanz zum 1:1 einlochte (59.). Das gab RWE richtig Auftrieb. Nur zwei Minuten später stand Platzek nach einer Malura-Flanke goldrichtig und sorgte für die 2:1-Führung der Gäste (61.).

Oberhausen war der Schock über diesen blitzschnellen Rückstand anzumerken. Die Terranova-Elf versuchte in der Folge zwar nach vorne zu spielen, die nötigen Ideen fehlten aber. RWE hingegen riss die Partie mehr und mehr an sich und versuchte die Führung auszubauen. Oberhausen versuchte es hingegen mehr über die Außen, vor allem Dominik Reinert wurde über rechts oft in Szene gesetzt, aber auch daraus entsprangen keine gefährlichen Möglichkeiten.

In der 84. Minute dann die große Chance für den eingewechselten Frank Löning für die Vorentscheidung zu sorgen. Der erfahrene Stürmer scheiterte aber frei vor dem Tor an RWO-Keeper Udegbe. Als alle schon mit einem Sieg für RWE rechneten, fasste sich Robert Fleßers ein Herz und versenkte den Ball sehenswert aus der Distanz zum späten 2:2-Ausgleich (89.). Das bedeutete gleichzeitig den Endstand, den die Oberhausener wie einen Sieg feierten.

Autor: Maximilian Villis

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