RB Leipzig bleibt mit dem 3:1 (1:0)-Sieg gegen Werder Bremen auch nach dem achten Spieltag unbezwungen.

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3:1! Aufsteiger Leipzig marschiert weiter

dpa
23. Oktober 2016, 18:03 Uhr
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RB Leipzig bleibt mit dem 3:1 (1:0)-Sieg gegen Werder Bremen auch nach dem achten Spieltag unbezwungen.

Die Bestmarke als bester Neuling der Bundesliga-Historie baute das Team von Ralph Hasenhüttl damit weiter aus, der Rekord als bester Aufsteiger wird ab sofort gejagt. Mit einem Solo brachte Naby Keita die Leipziger in der 42. Minute vor 42 558 Zuschauern in der ausverkauften Red Bull Arena in Führung, ehe er in der 74. Minute zum 2:0 einköpfte. Den Bremer Treffer erzielte Serge Gnabry (76.). In der vierten Minute der Nachspielzeit traf der eingewechselte Davie Selke zum Endstand. In der Tabelle bleiben die ambitionierten Sachsen mit zwei Zählern Rückstand als Zweiter Bayern-Jäger Nummer eins.

Mit diesem Begriff oder dem Rekord kann Hasenhüttl nichts anfangen: "Es hilft uns nicht, das nächste Spiel zu gewinnen. Wir müssen uns auf die Dinge konzentrieren, die wir beeinflussen können. Ergebnisse oder Siege kommen dann von ganz allein."

Noch zwei Siege oder Unentschieden, dann hat RB den Uralt-Rekord vom MSV Duisburg aus der Saison 1993/1994 geknackt. Damals blieben die "Zebras" bis zum zehnten Spieltag ohne Niederlage (4 Siege, 6 Remis). Zumindest die Bestleistung des 1. FC Kaiserslautern vor 19 Jahren in der Meisterschaftssaison unter Otto Rehhagel (erste Niederlage am 8. Spieltag) übertrumpften die Leipziger am Sonntag.

Yussuf Poulsen hatte schon in der fünften Minute die Führung auf dem Fuß. Im Laufduell setzte er sich gegen zwei Bremer durch und scheiterte aus vollem Lauf aus gut zwölf Metern an Werder-Keeper Felix Wiedwald. Danach beherrschte Leipzig das Spiel, Bremen hatte nicht eine Torchance in Halbzeit eins. Kurz vor dem Pausenpfiff kam dann das unbändige Solo von Keita: Kurz nach der Mittellinie begann sein Dribbling, gekonnt ließ er mit der Fußspitze einen Bremer nach dem anderen aussteigen, umkurvte Keeper Wiedwald und wuchtete das Leder zur Führung über die Linie. Da staunte sogar Nationalspieler und Ex-Bulle Joshua Kimmich vom FC Bayern auf der Tribüne.

Nach der Pause, in der Leipzig die Vertragsverlängerung mit dem derzeit verletzten Lukas Klostermann (Kreuzbandriss) vorzeitig um drei Jahre bis zum 30. Juni 2021 bekannt gab, gab Werder plötzlich Gas. Erst rettete Bernardo (49.) vor dem einschussbereiten Serge Gnabry, Sekunden später parierte RB-Torhüter Peter Gulacsi einen Volleyschuss des U21-Nationalspielers.

Diese Warnung ließ Leipzig nicht unbeantwortet: Der Schwede Emil Forsberg trieb an seinem 25. Geburtstag mit vielen Ideen seine Mitspieler an. Der zwei Minuten zuvor eingewechselte Davie Selke flankte in der 74. Minute von der linken Grundlinie genau auf den Kopf von Keita, der das 2:0 erzielte. 70 Sekunden später sendete Bremen ein Lebenszeichen: Gnabry war nach einer Flanke von rechts zur Stelle. In der Nachspielzeit nutzte Selke einen der vielen Konter zum 3:1, er musste den Ball nur noch ins leere Tor schieben.

Dennoch warten die Bremer jetzt auswärts seit acht Spielen auf einen Sieg, das gab es zuletzt im Februar 2014. Zudem feierte Routinier Clemens Fritz ein trauriges Jubiläum in seiner alten Heimat, wo er von 1997 bis 1999 für den VfB Leipzig spielte: Persönlich war es die 100. Bundesliga-Niederlage mit seinem Verein.

Autor: dpa

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