Trotz einer beeindruckenden Leistung musste der KFC Uerdingen im Pokal die Segel streichen. Einer der stärksten KFC-Akteure gegen die Zebras war der Ex-Essener Leon Binder.

KFC

Ex-Essener Binder arbeitet an neuem KFC-Image

Martin Herms
10. Oktober 2016, 08:39 Uhr
Foto: Thorsten Tillmann

Foto: Thorsten Tillmann

Trotz einer beeindruckenden Leistung musste der KFC Uerdingen im Pokal die Segel streichen. Einer der stärksten KFC-Akteure gegen die Zebras war der Ex-Essener Leon Binder.

Leon Binder, trotz einer starken Leistung ist der KFC ausgeschieden. Wie haben Sie den späten Knockout auf dem Rasen erlebt?
Es war ein sehr intensives Spiel. Ich bin begeistert davon, wie wir gegen den Ball gearbeitet haben. Das war ein riesen Fight von uns. Ich wäre gerne über 120 Minuten gegangen. Wer weiß, was noch möglich gewesen wäre. Wir hatten einige gute Gelegenheiten. Daher ist der späte Rückschlag so ärgerlich.

Hatten Sie im Vorfeld damit gerechnet, dass Ihre Mannschaft dem MSV so große Probleme bereiten kann?
Man muss konstatieren, dass der Gegner wirklich alles geben musste. Am Ende hat der MSV seine besten Leute gebracht. Das spricht sicher für uns. Diese Jungs haben dann für das Tor gesorgt. Das ist eben die Qualität, die in höheren Ligen vorhanden ist. Es ist schwer, so etwas zu verteidigen. Wir wollten es dem Gegner so schwer wie möglich machen. Dass es so gut geklappt hat, war schon überraschend. Wenn wir weitergekommen wären, wäre es nicht unverdient gewesen.

Ich denke, dass das Image des KFC Uerdingen in den letzten Jahren sehr gelitten hat
Leon Binder

7320 Zuschauer waren in der Grotenburg. Sie kennen diese Atmosphäre aus Ihrer RWE-Zeit. Wie hat es der Rest des Teams aufgenommen?
Wir haben ein Spiel verloren, aber an Erfahrung gewonnen. Viele unserer jüngeren Spieler konnte diese tolle Atmosphäre aufsaugen. Spieler wie Pascale Talarski, die noch die Möglichkeit haben, höher zu spielen, werden aus diesem Spiel lernen. Für uns Ältere ist es bitter, dass wir den Favoriten nicht aus dem Pokal kegeln konnten. Andererseits ist es nicht so schlimm, weil im Vorfeld niemand etwas erwartet hat.

Sie sind nun seit einigen Monaten für den KFC aktiv. Wie sind Sie nach Ihrem Abgang aus Essen in Krefeld angekommen?
Mittlerweile bin ich mehr als glücklich. Der KFC war eine gute Entscheidung. Man sieht es auf dem Platz. Wir haben zuletzt viel erreicht. Ich denke, dass das Image des KFC Uerdingen in den letzten Jahren sehr gelitten hat. Das konnte man auch gegen den MSV merken, weil wir als Underdog keinen guten Stand beim Schiedsrichter hatten. Ich will in Uerdingen Aufbauarbeit leisten und freue mich auf diese Aufgabe. Es macht wirklich Spaß hier.

Autor: Martin Herms

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