Drittliga-Spitzenreiter MSV Duisburg ist in das Viertelfinale des Niederrheinpokals eingezogen. Beim Oberligisten KFC Uerdingen gab es einen knappen 1:0 (0:0)-Sieg.

Niederrheinpokal

Brandstetter rettet MSV in Uerdingen

Martin Herms
09. Oktober 2016, 17:22 Uhr
Foto: Thorsten Tillmann

Foto: Thorsten Tillmann

Drittliga-Spitzenreiter MSV Duisburg ist in das Viertelfinale des Niederrheinpokals eingezogen. Beim Oberligisten KFC Uerdingen gab es einen knappen 1:0 (0:0)-Sieg.

Wenn zwei ehemalige Bundesligisten in einem Pflichtspiel aufeinandertreffen, ist auch das Stadion eines Fünftligisten schnell voll. 7320 Zuschauer fanden am Sonntagnachmittag den Weg in die altehrwürdige Krefelder Grotenburg, um das Traditionsduell zwischen dem KFC Uerdingen und dem MSV Duisburg zu sehen.

Unter ihnen war auch ein prominenter Krefelder Ehrengast. Friedhelm Funkel, der nur wenige Gehminuten vom Stadion entfernt wohnt, ließ sich dieses Duell nicht entgehen. Denn für den aktuellen Trainer des Zweitligisten Fortuna Düsseldorf war es ohnehin eine besondere Partie. Für beide Vereine war der 62-Jährige lange und erfolgreich aktiv. "Ich hatte sowohl in Uerdingen als auch in Duisburg eine schöne Zeit. Deshalb wollte ich mir dieses Spiel nicht entgehen lassen", sagte Funkel während der Begegnung. Obwohl sein Herz für den Außenseiter schlage, war er bezüglich des Ausgangs des Spiels sicher. "Uerdingen wird ein sehr unangenehmer sein, aber am Ende wird sich die Klasse der Duisburger durchsetzen."

Funkels Prognose konnte im Nachgang auch als Fazit herhalten, denn der Einzug in das Viertelfinale des Niederrheinpokals fiel dem Drittliga-Spitzenreiter alles andere als leicht. Erst ein spätes Tor des eingewechselten Torjägers Simon Brandstetter (88.) ließ den Pokal-Traum des Oberligisten platzen. Der zuletzt in der 3. Liga erfolgreiche Angreifer nutzte eine der wenigen Unachtsamkeiten in der KFC-Defensive.

Über die gesamte Spielzeit machte das Team von Trainer André Pawlak ein starkes Spiel. Die Duisburger, die kräftig rotierten und nur zwei Akteure in der Startelf hatten, die in der Vorwoche gegen Chemnitz von Beginn an auf dem Platz standen, kamen nur ganz schwer ins Spiel. Obwohl der Favorit in der Defensive abgesehen von einer Möglichkeit des starken KFC-Angreifers Danny Rankl (56.) nicht viel zuließ, war die Leistung alles andere als überzeugend. Enis Hajri hatte in der 72. Minute per Kopf die erste gute Möglichkeit für die Zebras.

Als alle Beteiligten mit einer Verlängerung gerechnet hatten, schlug Brandstetter eiskalt zu. Sein Schuss unter die Latte ließ die rund 4000 mitgereisten Duisburger Fans jubeln und natürlich Friedhelm Funkels Prognose aufgehen.

Autor: Martin Herms

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