Publikumsliebling Neven Subotic ist zurück im Lauftraining. Eine Zukunft beim BVB hat er wohl nicht.

BVB

Schwieriger Neustart für Neven Subotic

Sebastian Weßling
07. Oktober 2016, 10:16 Uhr
Foto: Getty

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Publikumsliebling Neven Subotic ist zurück im Lauftraining. Eine Zukunft beim BVB hat er wohl nicht.

Es waren keine großen Schritte, die Neven Subotic am Mittwoch machte, doch es war ein großer Sprung nach vorne für den Innenverteidiger: Endlich konnte er wieder ins Lauftraining einsteigen – sechs Monate nach seiner Thrombose und nachdem ihm eine Rippe entfernt werden musste, die auf ein Gefäß drückte. Noch im Oktober will der 27-Jährige wieder ins Mannschaftstraining einsteigen – und dann schnellstmöglich wieder auf den Platz. „Nach meiner letzten Reha-Erfahrung bei meiner Knieverletzung war ich in zwei bis drei Wochen wieder spielbereit“, sagt Subotic gegenüber dieser Zeitung.

Subotic fehlte auf Mannschaftsfoto

Sein Arzt Thomas Bürger, Chefarzt der Gefäßchirurgischen Abteilung der Diakonie-Kliniken in Kassel, hat grünes Licht gegeben. „Laut seiner Aussage kann ich in Kürze wieder zu 100 Prozent Leistungssport betreiben“, freut sich Subotic.

Wo das sein wird, ist offen. In Dortmund wohl eher nicht. Schon vor seiner Verletzung kam Subotic selten zum Einsatz, im Sommer platzte ein fast sicherer Wechsel zum Premier-League-Klub FC Middlesbrough wegen der Rippen-OP. Seitdem wurde es ruhig um den ehemaligen Stammspieler des BVB. Selbst bei der Vorstellung der Mannschaft fand er keine Beachtung.

Es sind deutliche Zeichen, wie sein Status im Klub inzwischen ist. Eigentlich wollte der Abwehrspieler gerne in Dortmund bleiben. Aber: „Mein erklärtes Ziel war es immer, zu spielen“, sagt er. „Wo das dann sein wird, wird man sehen.“

Ein Ziel zumindest gibt es: „England und die Premier League haben für mich vom Spielstil her einen großen Reiz“, sagt Subotic und schiebt augenzwinkernd nach: „Das Spiel ist sehr körperbetont und die Spieler fliegen nicht so schnell um.“ Aber auch die Bundesliga sei eine interessante Liga. Konkrete Verhandlungen gibt es noch nicht: „Mein Management ist permanent in Gesprächen“, sagt er. „Ich bin genauso gespannt, was dabei heraus kommt.“

Der BVB-Anhang sähe einen Abgang mit mindestens einem weinenden Auge. Im vorletzten Bundesliga-Heimspiel war auf der Südtribüne ein Plakat zu sehen, dass dem Publikumsliebling dankte und das Management für den Umgang mit ihm kritisierte. Subotic bedankte sich tags drauf via Facebook. „Meine Freude sollte aber nicht als Kritik am BVB verstanden werden“, sagt er nun. „Ich verdanke dem BVB, der Mannschaft und den Fans unglaublich viel. Das werde ich nie vergessen und immer dankbar sein.“

Es sind Worte, die sehr deutlich nach Abschied klingen.

Autor: Sebastian Weßling

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