Der SC Hassel kommt langsam in der Fußball-Oberliga an, denn der Aufsteiger gewinnt mittlerweile auch mal die engen Spiele.

SC Hassel

Pfosten, Latte, trotzdem gewonnen

Ralf Birkhan
03. Oktober 2016, 09:37 Uhr
Foto: Thomas Goedde

Foto: Thomas Goedde

Der SC Hassel kommt langsam in der Fußball-Oberliga an, denn der Aufsteiger gewinnt mittlerweile auch mal die engen Spiele.

Nach dem 2:1 (1:1)-Erfolg beim SuS Neuenkirchen räumte Hassels Trainer Thomas Falkowski ein: „Es war ein bisschen glücklich für uns.“ Aber er fand auch: „Dieses Glück haben wir uns erarbeitet.“

Zum Beispiel mit einem furiosen Auftakt in Neuenkirchen. Schon in der sechsten Minute traf Aldin Hodzic zum 1:0 für die Gäste, er hatte aus 18 Metern abgezogen, und der Ball rauschte in die linke Ecke des Neuenkirchener Tores. Kurz darauf erhöhte Stürmer Dawid Ginczek sogar auf 2:0, doch Schiedsrichter Jonas Seeland entschied auf Abseits, kein Tor! „Aus unserer Sicht war das kein Abseits, denn die Situation entstand aus einem Querpass von Kevin Rudolph. Aber wenn er pfeift, ist es eben kein Tor.“

Genau dieses machten auf der Gegenseite die Gastgeber. Nach einer Standard-Situation - die Schwachstelle des SC Hassel in dieser Saison - traf Malte Nieweler zum 1:1 (19.).

Nach der Pause folgte dann die erste Glücksphase für Hassel. Ein Schuss der Neuenkirchener klatschte in der 65. Minute an den Innenpfosten und prallte von dort wieder ins Spielfeld zurück. „Der hätte auch drin sein können“, so Falkowski.

Er stellte um und brachte mit Daniel Eisenkopf und Maik Haubitz in der 69. Minute zwei frische Leute für Kevin Rudolph und Dawid Ginczek. Und genau damit wechselte er den Sieg ein, denn nur fünf Minuten später holte Eisenkopf einen Elfmeter für die Gäste heraus. Aldin Hodzic hatte nach seinem Treffer zum 1:0 an diesem Tag Selbstvertrauen und übernahm die Aufgabe. Seine Teamkollegen Kevin Rudolph und Nikolaj Zugcic hatten in dieser Saison schon Elfmeter-Chancen vergeben.
Doch Aldin Hodzic hatte das Selbstvertrauen mit Recht, er verwandelte in der 75. Minute zum 2:1 für Hassel. Ein Tor, das Neuenkirchen überhaupt nicht schmeckte.

Lattentreffer in der Schlussminute

Die Schlussoffensive der Gastgeber, genau wie der SC Hassel vor der Partie im hinteren Mittelfeld der Tabelle zu finden, startete. Trainer Falkowski verstärkte nochmals die Deckung und brachte mit Nedim Djuliman einen weiteren Innenverteidiger. Das Bollwerk hielt.
Bis zur letzten Minute: Ein Schuss der Neuenkirchener senkte sich in Richtung Tor von Keeper Cedric Drobe. Der Ball klatschte an die Latte, dann war das Spiel aus. „Das war dann noch einmal Glück für uns“, gab Falkowski zu. Zufrieden war er trotzdem.

Autor: Ralf Birkhan

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