Hier der Spitzenreiter, da das Schlusslicht – die Rollen schienen klar verteilt zwischen der U23 von Borussia Mönchengladbach und der TSG Sprockhövel.

Sprockhövel

TSG verpasst mögliche Überraschung in Gladbach

Philipp Ziser
01. Oktober 2016, 19:50 Uhr
Foto: Micha Korb

Foto: Micha Korb

Hier der Spitzenreiter, da das Schlusslicht – die Rollen schienen klar verteilt zwischen der U23 von Borussia Mönchengladbach und der TSG Sprockhövel.

Die Partie begann erwartungsgemäß. Es dauerte nur fünf Minuten, bis der Spitzenreiter in Führung ging: Nico Brandenburger schoss von der Strafraumgrenze, Thomas Kraus hielt den Fuß in den Ball, 1:0 für Gladbach. Acht Minuten später durfte Kraus ungehindert durchs Mittelfeld spazieren und Mike Feigenspan bedienen, der eiskalt zum 2:0 einschob.

Die TSG steckte nicht auf, attackierte mutig, suchte den Abschluss und hätte durch Jimmy Antwi-Adjej verkürzen müssen – er erlief einen Traumpass von Christian März und ging frei auf BMG-Keeper Tim Hiemer zu, zeigte aber Nerven und schoss den Torwart an.

Es ging mit 2:0 in die Pause, weil Mönchengladbach mehrere Chancen ausließ: Yeboah stand erst bei seinem Abstaubertor im Abseits (33.), scheiterte dann ganz frei an Benz (35.) und war unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff auch einen Sekundenbruchteil nach Benz am Ball, wobei sich der TSG-Torwart verletzte.

Nach dem Seitenwechsel stand Sven Möllerke im TSG-Tor, im Fokus stand aber zunächst sein Gegenüber Hiemer, der gleich mehrfach retten musste: Erst nach einer Ecke gegen Polk (51.), dann gegen einen gefährlichen Heber von März (53.). Die TSG gab den Ton an und belohnte sich mit dem 2:1 durch einen Distanzschuss von Adrian Wasilewski (56.).

Sprockhövel drückte auf den Ausgleich, Gladbach konterte: Nils Rütten traf aus kurzer Distanz aber das Tor nicht (69.). Antwi-Adjejs Schuss nach Zuspiel von Bentaleb wurde knapp links am Tor vorbei abgefälscht (73.), ein Schuss von Tim Dudda ging Zentimeter am rechten Pfosten vorbei. Dann spielte der Tabellenführer seine ganze Klasse aus: Feigenspan kam im Mittelfeld an den Ball, ließ zwei Verteidiger stehen und schob den Ball zum 3:1 ins lange Eck – die Entscheidung zehn Minuten vor Schluss. Bitter für die TSG, die ganz nah dran an der Überraschung war, wir auch Trainer Andrius Balaika fand: „Wenn man so früh in Rückstand gerät ist das bitter. Aber wir haben uns gut verkauft und waren nach der Pause dominant. Ein Punkt wäre verdient gewesen. Mit der Leistung muss man zufrieden sein.“

Autor: Philipp Ziser

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