Auch Jannik Bandowski nutzte das trainingsfreie Wochenende seiner Teamkollegen, um einmal abzuschalten.

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Bandowski will in der Rückrunde endlich wieder angreifen

09. September 2016, 10:07 Uhr
Foto: firo

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Auch Jannik Bandowski nutzte das trainingsfreie Wochenende seiner Teamkollegen, um einmal abzuschalten.

Im hessischen Korbach besuchte er seine Eltern und setzte einmal für 48 Stunden mit der Reha aus. Verständlich nach einer Woche, die dem 22-jährigen Linksfuß endlich wieder eine sportliche Perspektive aufzeichnet.

Nach mehr als zwölfmonatiger Verletzungspause ist der neue Dreijahres-Vertrag für den Außenbahn-Spieler möglicherweise „das Licht am Ende des Tunnels“, denn nach seiner Vertragsauflösung bei Borussia Dortmund II und schlimmen Monaten bei 1860 München will der ehemalige U20-Nationalspieler in jeder Beziehung einen Neuanfang.
Mehr als ein Jahr her war die Relegation mit den „Löwen“ gegen Holstein Kiel, da wurde bei ihm ein Ermüdungsbruch im rechten Mittelfuß diagnostiziert: „Keiner weiß, wann das passiert ist.“ Eine Operation wurde fällig, Schrauben hielten den Fuß zusammen. Doch die Schmerzen blieben. Und so stand Ende April eine zweite OP an, die der 1,89 Meter große Hüne inzwischen gut überstanden hat.

Fast erleichtert wirkt er, als er am Wochenende via Telefon bei RS meldete: „Aktuell bin ich beschwerdefrei, aber ich gehe von Vorsicht geprägt und mit Geduld in den Reha-Alltag.“ Der führte ihn in den vergangenen Tagen noch in die Obhut des BVB, wo er inzwischen seinen Vertrag natürlich aufgelöst hat. Bandowski: „Ich habe mich am Dienstagvormittag mit Vereinsarzt Dr. Karl-Heinz Bauer im Dortmunder Knappschaftskrankenhaus in Brackel getroffen. Mit ihm haben wir jetzt den Weg für meine komplette Genesung festgelegt.“

Der VfL ist ein hohes Risiko gegangen, denn eins ist klar: Bandowski wird wohl im Kalenderjahr 2016 nicht im VfL-Trikot auflaufen. Der Spieler nennt stattdessen ein realistisches Ziel: „Ich will Anfang Januar vom ersten Tag an topfit in die Rückrunden-Vorbereitung gehen und dann das komplette Programm bis zum Start beschwerdefrei mitmachen.“

Zwischendurch will er aber auch regelmäßig den Kabinentrakt aufsuchen, um seine neuen Kollegen schnellstmöglich kennenzulernen. Bei einem wird es wenig Probleme geben: „Ich habe mit Thomas Eisfeld beim BVB in der U19 gespielt. Die anderen kenne ich nicht.“

Eigentlich wollte Sportvorstand Christian Hochstätter den kompletten Heilungsverlauf seines Neuen abwarten. Doch um die Eingewöhnungszeit zu verküzen, entschied sich der Ex-Profi, den Transfer vorzuziehen. „Er ist jung, talentiert und entwicklungsfähig. Wann er uns genau helfen kann, hängt vom weiteren Verlauf der Genesung ab. Er ist auf der Außenbahn variabel einsetzbar und bringt zudem auch durch seine Größe eine physische Komponente ins Spiel.“

Der Neue, den der VfL ablösefrei von Borussia Dortmund loseisen konnte, spielte vor seiner Verletzung bei 1860 München abwechselnd links und rechts offensiv und könnte beide Positionen problemlos ausfüllen. Selbstbewusst spricht er über seine Stärken: „Ich habe einen starken linken Fuß, bin sehr schnell, sehr ehrgeizig und habe eine geradlinige Spielweise.“ Trotz seiner körperlichen Statue aber verrät er ein Geheimnis: „Mein Kopfballspiel muss sich dringend verbessern.“

Kontakt zum VfL Bochum gab es schon seit langem. Bandowski verrät: „Schon vor meiner Verletzung und vor meiner Zeit in München hatte ich Kontakt zu Christian Hochstätter, der sich danach auch immer über meinen Gesundheitszustand informiert hat. Deshalb ging dann auch plötzlich alles ganz schnell.

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