Tabellenplatz 13 und nur einen Zähler zum ersten Abstiegsrang. Die von vielen Experten vor der Saison hoch gehandelte TuRU aus Düsseldorf kommt einfach nicht aus dem Quark.

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TuRU Düsseldorf kommt nicht aus dem Quark

04. September 2016, 18:41 Uhr
Foto: Tillmann

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Tabellenplatz 13 und nur einen Zähler zum ersten Abstiegsrang. Die von vielen Experten vor der Saison hoch gehandelte TuRU aus Düsseldorf kommt einfach nicht aus dem Quark.

Nur vier geschossene Tore in fünf Spielen. Neben der schwachen Offensive ist es vor allem die hintere Reihe, die Frank Zilles Kopfzerbrechen bereitet. „Geschenke nehmen wir nicht an, die verteilen wir lieber selbst“, so ein enttäuschter TuRU-Coach nach dem schwachen 1:1 (1:0) gegen den SC Kapellen-Erft. „Wir haben Potential, doch das schlummert. Jedes Mal lassen wir uns nach einem guten Start die Wurst vom Brot nehmen“, schüttelte Zilles den Kopf.

Auch sein Kapitän war frustriert, wollte eigentlich nichts mit der unteren Tabellenregion zu tun haben: „Die ersten fünf Minuten des zweiten Durchgangs wurden komplett verschlafen. Vorne zeigen wir keine Torgefährlichkeit. Insgesamt haben wir uns von der Saison viel mehr erhofft. Das ist zu wenig“, nahm Philip Lehnert kein Blatt vor den Mund. „Wir müssen zukünftig defensiv stabiler stehen. Zu Beginn gehen wir ja regelmäßig in Führung“, weiß der 24-jährige Defensive, wo der Hebel anzusetzen ist.

Dabei hat selbst Heinz Schneider vor der Partie via Stadionmagazin seine Truppe kräftig geschüttelt: „In der Woche bestand Redebedarf mit dem gesamten Team“, so der Präsident der Oberbilker. Genützt hat es nicht viel. In der zweiten Halbzeit waren nur wenige gelungene Aktionen zu sehen. So blieb der Treffer von Takehiro Kubo, nach einer Ecke von Denis Ivosevic, zur Führung eine der wenigen Glanzpunkte bei den Düsseldorfern (21.). Die rund 200 Besucher an der Feuerbachstraße sahen viel mehr eine schöne Einzelaktion von Frederik Leufgen, der oben rechts in den Winkel zum 1:1-Endstand traf (49.).

„Dass TuRU bei Standards gefährlich ist, wussten wir schon im Vorfeld. Im zweiten Abschnitt haben wir aber alles reingehauen und ein Riesenergebnis erzielt“, war Kapellens Coach Toni Molina sichtlich zufrieden.

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