Kurz vor dem Ende der Wechselfrist traf es die Spvgg. Sterkrade 06/07 hart.

Sterkrade

06/07 traf es vor Ende der Wechselfrist hart

Marc Guntermann
03. August 2016, 06:07 Uhr
Foto: Fabian Strauch

Foto: Fabian Strauch

Kurz vor dem Ende der Wechselfrist traf es die Spvgg. Sterkrade 06/07 hart.

„In den letzten acht Tagen vor dem Stichtag haben wir noch sechs Abmeldungen erhalten, mit denen wir nicht gerechnet hatten“, erzählt Christian Dahlbeck. Aus diesem Grund stapeln Sterkrades Trainer und die Verantwortlichen am Dicken Stein auch nach zwei erfolgreichen Jahren in Folge tief. „Der Aderlass ist doch recht groß“, weiß Dahlbeck.

Dieser möchte so schnell wie möglich nichts mit dem Abstieg zu tun haben und peilt als vorrangiges Saisonziel einen einstelligen Tabellenplatz an. „Ob das dann Platz neun oder wie im Vorjahr vier sein wird, spielt erst einmal keine große Rolle. Wichtig ist, dass sich die Mannschaft so schnell wie möglich findet“, stimmt ihm der sportliche Leiter Dirk Reinardy zu.

Kurzfristig nachgelegt

Deshalb mussten die „Blauen“ kurzfristig nachlegen, um die entstandenen Lücken im Kader zu stopfen. Mit dem ehemaligen Arminen Marcel Brenne konnte 06/07 einen Mann gewinnen, der „mit Sicherheit die Qualität unserer Mannschaft anheben wird“, ist sich Co-Trainer Markus Kahlert sicher. Der 24-Jährige war zuletzt vereinslos und stellte sein Können schon in höherklassigen Ligen wie beim SV Schermbeck 2011/2012 (in der damaligen NRW-Liga) unter Beweis. Die Qualität anheben werden sicherlich auch Torjäger Klaus-Peter Müller, der vom Landesliga-Absteiger Blau-Weiß Oberhausen an den Tackenberg kam sowie Batuhan Kaba (von Sterkrade 72).

„Kobra“ Müller trifft bei 06/07 nicht nur auf seinen alten Trainer aus Klosterhardter Zeiten sowie auf einige ehemalige Mitspieler wie Marc Grzonek oder Thomas Vennemann, sondern auch auf seinen zukünftigen Schwager und Freund Danny Steinmetz.

Die Liste der Neuzugänge komplettieren nunmehr ausschließlich Jugendspieler bzw. junge, externe Spieler. Im Einzelnen wären das Cedric Lohe, Enis Kodamann (beide Rhenania Bottrop), Tarkan Yürük (Wattenscheid 09 II), Florian Somin (Adler Ellinghorst), und die aus der eigenen Jugend hochgezogenen Talente Danilo Famoso, Gerrit Kriegisch, Lukas Koczwara und Joel Bayram. Letzterer wurde mit gerade 17 Jahren vorzeitig zum Senior erklärt.

Räder müssen greifen

„Wir haben vollstes Vertrauen in unsere jungen Spieler. Das ist der Weg, den wir gehen wollen“, sagt Dahlbeck und verweist auf Angreifer Damian Vergara Schlootz, der in seiner ersten Saison bei den Senioren gleich 25 Tore erzielte. Offensiv dürfte 06/07 – trotz einiger Abgänge – mit das Beste haben, was die Liga zu bieten hat.

Vergara Schlootz, Müller, Steinmetz, Brenne – das sind Namen, die erfahrungsgemäß seit vielen Spielzeiten buchstäblich für Tore stehen. „Wenn wir es wieder schaffen, defensiv so kompakt zu stehen, wie vergangene Saison, dann bin ich guter Dinge, dass wir wieder eine gute Rolle spielen werden“, analysiert „Dahli“. „Und es darf sich niemand verletzen, da wir dieses Jahr in der Breite nicht so stark besetzt sind wie zuvor.“ In der bisherigen Vorbereitung deutete 06/07 sein Potenzial beim 3:3 gegen die klassenhöhere Arminia aus Klosterhardt an, wenngleich es zwischendurch mit dem 0:6 beim FC Altenbochum auch einen Dämpfer setzte.

„Meisterschaft läuft immer anders als die Vorbereitung“, wissen Dahlbeck und Reinardy nur zu genau.

Reinardy, seit März vergangenen Jahres als sportlicher Leiter für 06/07 tätig und zuvor zehn Jahre beim Lokalrivalen Glück-Auf Sterkrade, geht mit einem guten Gefühl in die neue Saison. „Auf die Mischung kommt es an. Ein Rad muss in das andere greifen. Ich denke, wir kriegen das schon hin.“

Marc Guntermann

Autor: Marc Guntermann

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