Der VfB Homberg arbeitet nach seiner Rückkehr in die Oberliga Niederrhein an den Kader-Feinheiten. Ex-Profi Thomas Schlieter macht weiter

VfB Homberg

Schlieter macht weiter

Thomas Tartemann
11. Juni 2016, 09:07 Uhr
Foto: Tillmann

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Der VfB Homberg arbeitet nach seiner Rückkehr in die Oberliga Niederrhein an den Kader-Feinheiten. Ex-Profi Thomas Schlieter macht weiter

Er hat überlegt, gegrübelt und abgewogen. Und sich dann entschieden. Thomas Schlieter, Abwehrchef des neuen Fußball-Oberligisten VfB Homberg, hängt noch ein Jahr dran. „Vor zwei Monaten sah es zunächst so aus, als ob Thomas die Schuhe an den Nagel hängen würde. Ich kann diese Gedankengänge verstehen, weil ich zu meiner aktiven Laufbahn selbst in der Situation war“, sagt Hombergs Sportlicher Leiter Frank Hildebrandt.

Der 49-Jährige erinnert sich: „Anfang 2000 bin ich mit Ratingen über die Relegation in die Oberliga aufgestiegen. Du wusstest, es steht wieder eine lange Vorbereitung an, du musst dich quälen. Da überlegt man zwangsläufig hin und her, ob man sich das alles noch einmal antut.“ Bei Thomas Schlieter, der mit 1,92 Metern Gardemaß der Funkturm in Hombergs Deckung ist und die Rolle des Leitwolfs mit großem Geschick ausübt, fiel die Entscheidung zugunsten des Fußballs aus. Der Reiz, den relativ jungen VfB durch die stürmische Oberliga zu führen, treibt Schlieter an. Hildebrandt: „Wie er die Abwehr mit seiner Präsenz und Erfahrung dirigiert, das ist schon großartig. Schlieter ist für unsere Mannschaft Gold wert. Wir haben ein sehr geringes Durchschnittsalter. Da brauchst du zwangsläufig Leute mit Routine.“

So soll für Mittelfeld-Kämpfer Sunay Acar (37), der mit dem Aufstieg einen Schlussstrich unter seine aktive Laufbahn zog, ein neuer, erfahrener Sechser her. Hildebrandt: „Wir sind in Gesprächen, wollen einen Sechser, einen Stürmer und dazu vielleicht noch einen Kandidaten als Ergänzung für unsere Viererkette verpflichten. Ich hoffe, dass wir in den nächsten zwei, drei Wochen Klarheit haben.“ Am. 1. Juli bittet Trainer Stefan Janßen wieder zum Aufgalopp. Die Homberger „Helden“ haben somit noch drei Wochen Zeit zum Erholen.

Die Anforderungen in der Oberliga werden für die Gelb-Schwarzen zwangsläufig höher. „Wir müssen uns umstellen“, sagt der Homberger Sportchef, „diese Dominanz, die wir in vielen Landesliga-Duellen ausgeübt haben, wird eine Etage höher so nicht mehr möglich sein. In der neuen Liga wartet ein anderes Spiel auf uns. Es ist wichtig, sich in der Breite besser aufzustellen.“ Der Familienvater ergänzt: „Die Neuen, die wir holen, müssen helfen. Es sollen keine Leute sein, nur mitschwimmen.“

Yusuke lernt fleißig Deutsch
In der abgelaufenen Saison sah es beim VfB zwischenzeitlich zwar einige Male personell eng aus, aber über den gesamten Saisonverlauf standen bis auf Pechvogel Eric Holz, den mehrere Rückschläge ereilten, genug Stammkräfte zur Verfügung. „Wir haben mit langfristigen Ausfällen Glück gehabt. Thomas Schlieter musste mal passen, auch Marcel Kalski fiel im Sturm mal durch Platzverweis aus, aber wir haben das aufgefangen. In der Oberliga musst du aber noch stärker gerüstet sein.“

Mit dem Japaner Yusuke Unoki (20), für den die Spielerlaubnis bis Anfang Juli eintrudeln soll, hat der VfB einen Sturm-Geheimtipp im Kader. Hildebrandt: „Der Junge ist empfohlen worden, hat mittrainiert und überzeugt. Yusuke kommt mit Bus und Bahn zum Training, spricht noch kein Deutsch, lernt unsere Sprache aber jetzt. Ich bin sicher, dass er uns weiterhelfen kann.“

Autor: Thomas Tartemann

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