Falls am Sonntag das Spiel des 1. FC Kleve gegen den Duisburger SV 1900 wetterbedingt ausfallen sollte, würde auch der VfB Homberg nicht gegen den FSV kicken.

Auf-/Abstieg

Unwetter könnten für Durcheinander sorgen

Thomas Kristaniak
03. Juni 2016, 19:07 Uhr

Falls am Sonntag das Spiel des 1. FC Kleve gegen den Duisburger SV 1900 wetterbedingt ausfallen sollte, würde auch der VfB Homberg nicht gegen den FSV kicken.

Der Blick gen Himmel bereitet den Verantwortlichen beim Fußballverband Niederrhein und dessen Vereinen aktuell einige Sorgen. Die schweren Unwetter der vergangenen Tage haben mancherorts verheerende Spuren hinterlassen – weniger in Duisburg selbst, aber dafür in vielen Städten und Gemeinden der Region. Das könnte für den letzten Spieltag, der am Wochenende zur Austragung kommen soll, problematische Konsequenzen nach sich ziehen.

Diese Spiele würden dann im Zweifel gewertet werden, ohne dass wir Ordnungsgelder erheben
Wolfgang Jades (Fußballobmann Moers)

„Wir hoffen sehr, dass alles wie geplant klappt“, sagt Wolfgang Jades, Chef des Fußballausschusses beim Fußballverband Niederrhein. Er weiß aber auch, dass im Zweifel gegen höhere Gewalt nichts zu machen sein wird. Aus hiesiger Sicht steht dabei besonders das Aufstiegsfinale in der Gruppe 2 der Landesliga im Blickpunkt: Spitzenreiter VfB Homberg empfängt Verfolger FSV Duisburg und erwartet rund 3000 Zuschauer; zeitgleich kämpft der 1. FC Kleve gegen den DSV 1900 darum, noch Platz zwei zu erreichen. Sollte nun aber eine der beiden Platzanlagen aufgrund der Regenfälle der vergangenen Tage, die ja auch bis Sonntag noch zeitweise anhalten sollen, nicht bespielbar sein, könnte auch die jeweilige Parallelpartie nicht stattfinden. Theoretischer Ausweichtermin wäre der folgende Mittwoch, 8. Juni, aber auch der Sonntag danach (12. Juni) käme infrage – was sowohl für den Zuschauerzuspruch beim Duisburger Topduell als auch angesichts des Umstandes, dass der DSV sich dann nicht an einem Werktag abends nach Kleve bemühen müsste, die sinnvollere Lösung wäre. In der Abstiegsfrage ist die Planung für die Verbandsfunktionäre noch schwieriger, weil dort gleich fünf Mannschaften noch um Klassenerhalt, Relegationsteilnahme und direkten Abstieg spielen.

Auch der Abstiegskampf betroffen

In der Moerser Kreisliga A besteht eine ähnliche Problematik – und Duisburger Teams sind stark betroffen. Der TuS Asterlagen, der VfB Homberg II und der FC Rumeln-Kaldenhausen wollen möglichst direkt die Klasse halten; ein kleineres Übel wäre die Teilnahme an der Relegation mit den B-Ligisten. Den direkten Abstiegsplatz nimmt aktuell der SSV Lüttingen ein. Auch hier würden, wenn ein Platz nicht bespielbar wäre, die übrigen Spiele abgesagt und auf einen zeitnahen Termin verlegt werden. Spiele ohne wirklichen sportlichen Wert, vor allem in den untersten Klassen, müssten nicht mehr zwingend ausgetragen werden. Wolfgang Jades, auch in Moers Kreisfußballobmann: „Diese Spiele würden dann im Zweifel gewertet werden, ohne dass wir Ordnungsgelder erheben.“

Autor: Thomas Kristaniak

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