Die Zahl der noch ausstehenden Spieltage ist überschaubar. Nur vier sind es noch für den Fußball-Oberligisten SV Schermbeck, um den Abstiegsplatz doch noch abzugeben.

SV Schermbeck

Höheres Risiko für die Aufholjagd

Ralf Pollmann
06. Mai 2016, 21:38 Uhr
Foto: Heiko Buschmann

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Die Zahl der noch ausstehenden Spieltage ist überschaubar. Nur vier sind es noch für den Fußball-Oberligisten SV Schermbeck, um den Abstiegsplatz doch noch abzugeben.

Mit dem SC Paderborn 07 II ist noch ein Team übrig geblieben, das in Reichweite des Neulings liegt. Aufgrund des wesentlich schlechteren Torverhältnisses muss der SVS vier Punkte gutmachen. „In vier Spielen ist das immer machbar“, gibt sich Schermbecks Trainer Christoph Schlebach vor dem Gastspiel beim Tabellenzehnten FC Gütersloh zuversichtlich. Zumal gegen die Ostwestfalen schon in der Hinrunde nach neun Spielen ohne Sieg eine Negativserie mit 4:3 endete, diesmal geht es mit der Bürde von vier Schlappen in Folge in diese Partie.

„Ich hätte nichts dagegen, wenn Gütersloh wieder der Wendepunkt wird“, sagt Schlebach. Auch mit Blick auf die Aufgaben, die dann noch kommen: Pfingstmontag steht die Heimpartie gegen Spitzenreiter SF Siegen an, danach das Derby beim Tabellenneunten TSV Marl-Hüls und am 29. Mai beschließt die Heimbegegnung gegen den Elften TuS Ennepetal die Saison. Ennepetal wird übrigens auch der neue Verein des mittlerweile in Witten lebenden Schermbecker Torjägers Tim Dosedal, der seinen Abschied aufgrund des hohen Aufwandes Anfang April angekündigt hatte. Dosedals neuer Verein ab Sommer ist auch noch Gastgeber der Paderborner Reserve, die außerdem in Rheine antreten muss und zu Hause Hamm und Lippstadt erwartet.

Doch ohne eigene Erfolgserlebnisse bringen auch Niederlagen der Paderborner dem SV Schermbeck nichts. Und gegenüber dem eigenen 1:2 gegen Arminia Bielefeld II bedarf es schon einer gewaltigen Steigerung, um in Gütersloh etwas mitzunehmen. „Wir dürfen nicht abwartend agieren, sondern müssen das Heft des Handelns selbst in die Hand nehmen“, fordert Christoph Schlebach. Dazu müsse seine Elf Gütersloh frühzeitig stören, unter Druck setzen und zu Fehlern zwingen. „Wir sind in der Pflicht, es muss mehr kommen, mehr investiert und ein höheres Risiko eingegangen werden.“

Dies könnte sich auch schon auf die Aufstellung auswirken. Gegen Bielefeld II war der eingewechselte Nikolai Nehlson „ein belebendes Element in den letzten 20 Minuten“, so sein Trainer. Eine Taktik mit zwei Spitzen erscheint für die Partie in Gütersloh eine gut mögliche Option. „Die Mannschaft glaubt auf jeden Fall an die Rettung, auch wenn uns das Wasser fast bis zum Hals steht“, versichert Schlebach. Bis auf den gesperrten Kevin Ewald hat er in Gütersloh alle Spieler an Bord.

Zur neuen Saison wird es mit Colin Schmitt aber noch einer weniger sein. Der 20-jährige Abwehrspieler wechselt zum Niederrhein-Oberligisten TV Jahn Hiesfeld.

Autor: Ralf Pollmann

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