Wir springen in das Jahr 2004. Es ist Mittwoch, der 4. Februar, kurz nach 21 Uhr.

FC Kray

Blanks Wiedersehen mit seinem Ex-Klub Aachen

Joshua Windelschmidt
28. April 2016, 08:47 Uhr
Foto: Thorsten Tillmann

Foto: Thorsten Tillmann

Wir springen in das Jahr 2004. Es ist Mittwoch, der 4. Februar, kurz nach 21 Uhr.

Im traditionsreichen Tivoli-Stadion trifft Zweitligist Alemannia Aachen im Viertelfinale des DFB-Pokals auf den Deutschen Meister Bayern München. Aachens Linksverteidiger Stefan Blank schnappt sich den Ball, zieht aus 30 Metern Torentfernung ab und trifft gegen Oliver Kahn zum 1:0 für den Außenseiter. Großer Jubel in schwarz-gelb, später wird sein Treffer zum „Tor des Monats“ gewählt. Aachen bezwingt den Favoriten schließlich mit 2:1, räumt Lübeck im Halbfinale aus dem Weg und zieht in das Endspiel ein. In Berlin bieten die Aachener dem neuen Deutschen Meister Werder Bremen die Stirn, sind letztendlich aber unterlegen (2:3).

Doch Blank erinnert sich heute trotz des verpassten Titels gerne an diesen Moment: „Es war eine absolut schöne Zeit. Wir waren sehr erfolgreich und spielten in der Folgesaison sogar im Uefa-Cup. Wir hatten eine tolle Mannschaft und haben diese Momente genossen“, sagt der mittlerweile 39-Jährige.

Nun ist Stefan Blank Trainer des (Noch-)Regionalligisten FC Kray und es kreuzen sich die Wege seines neuen und alten Vereins. Im Uhlenkrugstadion trifft der Tabellenvorletzte heute Abend auf den -achten zum Nachholspiel (Anstoß 19 Uhr). „Ich habe natürlich die Entwicklung in Aachen verfolgt“, sagt Blank. „Es ist mehr als enttäuschend und bitter, dass die Alemannia mit so einem Potenzial jetzt in der Regionalliga spielt“, schiebt er hinterher.

Obwohl Blank immer noch eng mit seinem Ex-Klub verbunden ist, denkt er heute nur an seine aktuelle Mannschaft – und mit der hat er nach der 0:2-Schlappe gegen Schlusslicht Wegberg-Beeck etwas gut zu machen. „Wir hatten in den letzten Tagen ordentlich daran zu knabbern. Die Einstellung einiger Spieler hat nicht gepasst, auch wenn ich ihnen nicht vorwerfen will, dass sie nicht alles gegeben haben. Jetzt will ich aber eine Reaktion der Mannschaft sehen“, fordert Blank. Der Krayer Trainer weiß natürlich, dass es gegen die ambitionierten Aachener, die in dieser Saison jedoch weit hinter ihren Möglichkeiten geblieben sind, nicht einfach wird. „Sie wollen die Saison auch ordentlich zu Ende bringen und haben trotz allem eine sehr gute Qualität.“

Nicht mit dabei sein werden die Verletzten Kevin Kehrmann und Kamil Waldoch. Ein Fragezeichen steht noch hinter Vincent Wagner, dessen Einsatz sich kurzfristig entscheiden wird. Für Blank ist aber klar: Gegen den Ex-Klub sollen Punkte her.

Autor: Joshua Windelschmidt

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