Regionalligist FC Viktoria Köln trennt sich zum Saisonende von seinem Trainer Tomasz Kaczmarek.

Viktoria Köln

Trainer Kaczmarek muss gehen

Daniel Sobolewski
18. April 2016, 16:46 Uhr
Foto: Michael Ketzer

Foto: Michael Ketzer

Regionalligist FC Viktoria Köln trennt sich zum Saisonende von seinem Trainer Tomasz Kaczmarek.

Das bestätigte der Verein auf einer Pressekonferenz am Montagmittag. „Es war einzig eine Entscheidung gegen den Fußballlehrer-Lehrgang, den Kaczmarek in diesem Jahr absolvieren will“, so Viktorias Vorstand Sport Franz Wunderlich. Auch wenn sich der 31-Jährige die Doppelbelastung zugetraut hätte, wollte man in der Chefetage nach langer Entscheidungsfindung einen Trainer, der sich voll auf die Mannschaft konzentrieren kann.

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Kaczmarek hatte zur Rückrunde der vergangenen Saison das Amt des Trainers von Claus-Dieter Wollitz übernommen. Nach nur eineinhalb Jahren endet die Zusammenarbeit nun wieder und ein neuer Mann soll den seit langer Zeit gehegten Aufstiegstraum der Viktorianer verwirklichen. Auch der Vertrag von Co-Trainer Sascha Glatzel wird nicht verlängert.

Die Stimmen:

Franz Wunderlich (Vorstand Sport): „Die Entscheidung in der Trainerfrage hat sich lange hingezogen, weil sie uns brutal schwer gefallen ist. Wir hatten sehr offene, emotionale und kritische Gespräche, bis wir uns am Samstagmittag einigen konnten. Die Entscheidung war am Ende keine gegen Viktoria, sondern für den Fußballlehrer-Lehrgang, für den Tomek in diesem Jahr aufgenommen wurde. Das Risiko, unseren Trainer nächste Saison in einigen Einheiten nicht vor Ort haben, wollten wir nicht eingehen. Wir haben mit dem Pokalfinale noch ein Highlight vor uns und werden alles an einen erfolgreichen Abschluss setzen, auch wenn unsere Wege danach auseinandergehen. Ohne den Fußballlehrer-Lehrgang wären wir den Weg mit Kaczmarek in jedem Fall weitergegangen. Auf der Suche nach einem Nachfolger werden nun zeitnah unsere Gedanken austauschen, einen Kandidatenkreis ausmachen und erste Gespräche führen. Ende April bis Anfang Mai sollte eine erste Richtung absehbar sein."

Tomasz Kaczmarek (Trainer): „Ich bedanke mich für den Umgang aller Beteiligten mit mir, denn das war an Aufrichtigkeit nicht zu überbieten. Wir haben emotional und kontrovers diskutiert, alles hat auf einem hohen Niveau stattgefunden und war sehr fair. Ich respektiere und akzeptiere die Entscheidung. Der Spagat wäre für mich sicher extrem gewesen, aber für mich war klar, dass ich belastbar genug bin, die Doppelbelastung stemmen zu können. Ich bin Sportsmann genug, mit so einer Entscheidung umzugehen, denn auch das gehört dazu. Wir haben eine schwere Saison erwischt, hatten viele Nackenschläge. Der Mut, mich als unbeschriebenes Blatt vor eineinhalb Jahren als Trainer einzustellen, rechne ich dem Verein hoch an. Ich bin bereit für jede Herausforderung und kann mir vorstellen, noch vor dem Abschluss des Lehrgangs eine neue Trainerstelle anzunehmen. Vielleicht pausiere ich aber auch ein halbes Jahr und konzentriere mich vollständig auf den Fußballlehrer."

Autor: Daniel Sobolewski

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