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Wölppers Rechnung zur Rettung

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Manfred Wölpper, Manfred Wölpper
Foto: Thorsten Tillmann

Acht Runden gilt es für den MSV Duisburg II im Abstiegskampf der Fußball-Oberliga noch zu überstehen.

Dabei wollen die Zebras, die derzeit mit zwei Punkten Rückstand auf Hilden, Ratingen und Hö-Nie auf dem ersten Abstiegsplatz rangieren, aber nicht nur als Sparringpartner dienen. In mindestens vier dieser Runden wollen Manfred Wölpper und sein junges Team als Punktsieger aus dem Ring gehen. „Das haben wir uns vorgenommen“, sagt der Coach, „vier von acht Spielen zu gewinnen, ist sicherlich kein unmögliches Unterfangen. Mit 41 Punkten müssten wir dann normalerweise durch sein.“ Die ersten drei Zähler sollen heute um 19.30 Uhr beim TSV Meerbusch (Nierster Straße) her.

Zumal das Hinspiel denkbar unglücklich mit 0:1 verloren ging, „müssen und wollen wir nun unbedingt den Sieg gegen den TSV einfahren“, erinnert sich Wölpper gut an das Gegentor in letzter Minute. „Enger ging‘s nicht, und ebenso gut hätten wir das Spiel 1:0 gewinnen können.“ Dafür wollen sich die Duisburger nun im Sportpark Lank revanchieren. Sollte dies gelingen, könnte der MSV schlagartig um drei Plätze auf Rang zwölf klettern – Niederlagen von Hö-Nie (gegen Kapellen), Ratingen (Bocholt) und Hilden (Fischeln) vorausgesetzt. Im schlimmsten Fall könnten die Zebras bei einer eigenen Niederlage aber auch schon fünf Punkte vom rettenden Ufer trennen. Zumindest dieses Worst-Case-Szenario kann der MSV aber selbst abwenden. „Wir müssen einfach nur da weiter machen, wo wir aufgehört haben“, erinnert der Trainer an das 1:1 gegen den KFC Uerdingen am Sonntag. „Wir haben alles reingeworfen und nach vorne gespielt, ohne dabei Konter der Uerdinger zuzulassen. Mit dieser kontrollierten Offensive, ohne dabei die Arbeit gegen den Ball zu vergessen, müssen wir auch in Meerbusch agieren.“

Wölpper schiebt nach: „Gegen den KFC nach einem Rückstand zurückzukommen, zeugt auch von Qualität.“ Von dieser ist der Coach ohnehin überzeugt, wenn er wiederholt sagt, dass „wir nicht so schlecht spielen, wie es unser Tabellenplatz aussagt.“ Was sein Team aber gebrauchen könne, sei „ein Schuss positiver Schlechtigkeit“, wie er es am Beispiel Johannes Dörfler ausdrückt. „Jo wurde in den letzten beiden Spielen bestimmt 15 Mal weggefegt, aber nur einmal gab es eine Gelbe Karte für den Gegner. Er muss sich ja nicht dreimal vom Platz tragen lassen, aber etwas cleverer kann man in solchen Szenen schon sein“, zwinkert Wölpper. Stattdessen kassierte Dörfler gegen den KFC – wie Daniel Hoff – selbst die fünfte Gelbe Karte, somit fehlen der Außenspieler und Innenverteidiger Hoff heute. Mit Emre Geneli und Burak Yildiz scharren Alternativen aber schon mit den Hufen. Zudem ist Ahmet Engins Rotsperre abgelaufen.

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