Borussia Dortmund kann für das Viertelfinale in der Europa League planen. 3:0 (1:0) gewann der BVB das Hinspiel gegen Tottenham.

Borussia Dortmund

Perfekte Grundlage für Schwarzgelb

Daniel Berg
10. März 2016, 21:26 Uhr
Foto: firo

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Borussia Dortmund kann für das Viertelfinale in der Europa League planen. 3:0 (1:0) gewann der BVB das Hinspiel gegen Tottenham.

Gegen den englischen Tabellenzweiten schafften die Schwarzgelben im Achtelfinal-Hinspiel eine nahezu perfekte Grundlage für das Rückspiel in einer Woche.

Vor dem Jubel stand eine schleche Nachricht. Dortmunds Trainer Thomas Tuchel musste unplanmäßig seine Mannschaft an neuralgischer Stelle umbauen. Chefstratege [person=1864]Ilkay Gündogan[/person] hatte im Training eine Blessur am Fuß davongetragen, die seinen Einsatz unmöglich machte. Für ihn rückte Gonzalo Castro in die Startelf, die ansonsten nur auf der Torwart-Position verändert wurde. Für Roman Bürki stand Roman Weidenfeller zwischen den Pfosten. Und der blickte nach 30 Sekunden schon einer ersten Beschäftigung entgegen, als Christian Eriksen aus 20 Metern schoss, der Routinier den Ball aber sicher hielt.

Dieser Schuss blieb für lange Zeit der einzige Nachweis englischer Offensivbemühungen. Der Tabellenzweite der Premier League, der aufgrund seiner aussichtsreichen Lage in der Meisterschaft auf ein hochkarätiges Trio zwecks Schonung verzichtete, überließ der Borussia mehrheitlich den Ball. Und die wusste damit durchaus umzugehen. Nach sechs Minuten spielte Torjäger [person=12384]Pierre-Emerick Aubameyang[/person] den als eine Art Rechtsverteidiger-Außenstürmer aufgebotenen Erik Durm frei, der im Fallen aber knapp am Tor vorbei schoss. Weitere Chancen? Marcel Schmelzers Flanke beförderte Aubameyang mit dem Fuß knapp über das Tor (11. Minute). Drei Minuten später lag der Ball im Tottenham-Tor, doch der Treffer, den Aubameyang nach einem fulminanten Schuss Henrikh Mkhitaryans und der unzureichenden Parade von Torwart Hugo Lloris erzielte, zählte wegen einer Abseitsstellung nicht. Erst nach einer halben Stunde besorgte Aubameyang die zunächst beruhigende Führung. Eine geschmeidige Schmelzer-Flanke köpfte der Mann mit der Rückennummer 17 zur Führung ins Tor.

Doch damit waren die Jubelarien an diesem Abend in Dortmund noch längst nicht beendet. Aubameyang hatte gegen doch erstaunlich schlecht organisierte Engländer die nächste Gelegenheit, sein Lupfer über Lloris missriet, Gonzalo Castros Nachschuss prallte gegen den Pfosten (51.). Zehn Minuten später dann der zweite Dortmunder Treffer: Der eingewechselte Neven Subotic verlängerte eine Flanke an den langen Pfosten, wo Marco Reus den Ball aus zwei Metern per Vollspann-Volley ins Tor hämmerte, als wolle er mit der Wucht die eine oder andere zuvor missratene Aktion aus dem Stadion wuchten.

Spätestens in dieser Phase geriet der Unterschied zwischen beiden Mannschaften frappierend. Tottenham überfordert und mutlos, Dortmund dominant, souverän und kunstvoll. Alles sichtbar beim dritten Tor, das Aubameyang einleitete, Castro mit einem Heber vor das Tor weiterverarbeitete und Marco Reus mit nur einem Kontakt vollendete (70.). Hübsch und wichtig. Die Sorgen, mit denen Dortmund nächste Woche nach England reisen wird, halten sich in überschaubaren Grenzen.

Autor: Daniel Berg

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