Über die drei Punkte am Samstag gegen den BVB II freuten sich die Oberhausener Verantwortlichen selbstverständlich.

RWO

Verlegung der Anstoßzeit sorgt für großen Unmut

06. März 2016, 10:59 Uhr
Foto: Micha Korb

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Über die drei Punkte am Samstag gegen den BVB II freuten sich die Oberhausener Verantwortlichen selbstverständlich.

1.560 Zuschauer aber sind für so ein Revierderby ein Witz. Beim Blick in das nur spärlich besetzte Rund gab es lange Gesichter. Die Anhänger aus Dortmund, die vor dem Schlager der Profis gegen die Bayern ins Stadion Niederrhein gekommen waren, konnte man an zwei bis vier Händen abzählen. Und auch viele potenzielle Oberhausener Zuschauer dürften bei gleichzeitigem Anpfiff in den Bundesligastadien den warmen Platz auf der Couch dem nasskalten Schmuddelwetter in der Kurve vorgezogen haben.

Spätestens als nach einer Stunde im Nieselregen auch noch die Flutlichtanlage im Stadion Niederrhein eingeschaltet werden musste, war klar, dass der Verband den Gastgebern mit der Verlegung der Anstoßzeit von 14.00 Uhr auf 15.30 Uhr einen Bärendienst erwiesen hatte. Viele potenzielle Besucher dürften von der späten Anstoßzeit abgeschreckt worden sein. „Die Zentrale Informationsstelle Sporteinsätze (ZIS) hat die Verlegung empfohlen, damit keine Problemfans aus Dortmund anreisen“, erklärte Oberhausens Fanbeauftragter Uli Penzlak. „Dem können sie sich kaum widersetzen. Im Grunde können wir dann nur noch abnicken.“

Ein guter vierstelliger Betrag dürfte dem ohnehin nicht auf Rosen gebetteten RWO dadurch jetzt zusätzlich in der Kasse fehlen.
„Das ist natürlich ein schlechter Witz und eine riesige Schweinerei, was die da machen. Da wird auf Kosten der kleinen Vereine Sicherheitspolitik betrieben“, regt sich Penzlak auf. Seine Meinung: „Die machen dadurch so viel kaputt. Und es bringt sowieso nichts. Wenn die einschlägigen Fangruppierungen des BVB Theater hätten machen wollen, dann wären die mal eben für eine Halbzeit hier rüber gekommen und dann wieder abgehauen. Wann kapieren die das endlich? Solche Regelungen treffen doch immer die Falschen.“

Seiner Meinung nach wäre es dann sogar besser gewesen, das Spiel direkt auf 18.30 Uhr zu legen. „Dann wären wenigstens die gekommen, die mit Dortmund und den Bayern nichts am Hut haben.“

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